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Jahrgang 19, Nr. 5 (May 15, 1966)

Hadobu
Die Baujugend traf sich in Berlin,   pp. 18-19


Page 19

sich in Berlin 
Unter den Delegierten waren nur zwei Mädchen. Eins davon im Gespräch
mit  Sturm auf das Rednerpult, denn die Debatte über die Notstandsgesetzgebung
einem Jugendleiter                                             hat begonnen
                               Fotos: Udo Hoffmann 
Maßnahmen gegen die Verbreiter kriegs- 
verherrlichender Literatur. 
Herabsetzung des Wahlalters von 21 auf 
18 Jahre. 
An den Hauptvorstand der Gewerkschaft 
wurden folgende Anträge gerichtet: 
Der Hauptvorstand wird gebeten, Gedenk- 
und Informationsfahrten der Jugend auch 
in Staaten Ost- und Westeuropas durch- 
zuführen. 
Der DGB-Bundesvorstand wird aufge- 
fordert, die Stuttgarter und Hannover- 
schen Beschlüsse (keine Kontakte mit 
Gewerkschaften, die nicht im IBFG sind) 
zu überprüfen und das Ergebnis dieser 
Prüfung in den Presseorganen der Ge- 
werkschaften bekanntzugeben. 
Die Delegierten setzten sich für Frieden 
in Vietnam ein. 
Lange wurde über eine Entschließung 
zur Notstands- und Zivildienstgesetz- 
gebung diskutiert, die von der Mehrheit 
der Antragskommission zur Annahme 
empfohlen wurde. Sie besagte in ihrem 
wesentlichen Passus: 
<Der 6. ordentliche DGB-Bundeskon- 
greß in Hannover hat die geplante Ein- 
führung eines Notstands- und Zivildienst- 
gesetzes abgelehnt. 
Die Delegierten des 6. Gewerkschafts- 
jugendtages der IG Bau-Steine-Erden 
begrüßen diese Haltung des DGB- 
Bundeskongresses und identifizieren sich 
vollinhaltlich mit der angenommenen 
Entschließung." 
In geheimer Abstimmung wurde diese 
Entschließung mit 64 gegen 19 Stimmen 
abgelehnt. 
Eine gute Konferenz junger Menschen, 
die hart, aber immer fair ihre Meinung 
sagten und damit ihre innere Freiheit be- 
kundeten. 
Hadobu' 


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