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The History Collection

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Jahrgang 19, Nr. 1 (January 15, 1966)

Hadobu
Afrika-Party in Krefeld,   pp. 4-5


Page 5

meten totos, zeltungsausscnnrtne, 
machten Bastbehänge, zeichneten 
Bilder und eine Karte von Afrika und 
schmückten damit ihre Räume im 
Gewerkschaftshaus. Und dann kamen 
zur Party fast 200 junge Menschen. Es 
wurde ein schöner Abend. Sie saßen 
zusammen an der <Elefantentränke", 
in der Geisteroase, im ,Wildreservat", 
aber meist waren sie im ,Tanzkral". 
Wir unterhielten uns mit einem jun- 
gen Kongolesen, der in Deutschland 
Studien über Druckverfahren macht 
und in seiner Heimat später eine 
Druckerei gründen will. Er ist gern 
hier und war des Lobes voll über die 
Kollegen und die Bevölkerung. ,Noch 
nie habe ich ein böses Wort gegen 
mich gehört. Alle sind voll Freund- 
lichkeit und Hilfsbereitschaft." Auch 
der junge Tunesier, der das Elektro- 
handwerk lernt und bald in seine Hei- 
mat zurückfährt, hat nur gute Erfah- 
rungen gemacht. Die deutsche Spra- 
che haben sie inzwischen beide flie- 
ßend gelernt. Bald werden sie in den 
Krefelder Gruppen der Gewerk- 
schaftsjugend über ihre Länder spre- 
chen. 
Es gab nur Cola und Limonade, aber 
die jungen Menschen, die gekommen 
waren, hatten selbst im engen ~Tanz- 
kral", wo sie sich auf die Füße traten, 
eine gute Stimmung. Mal was Neues! 
Hier war es. Kleiner Akt der Solidari- 
tät. Viele solcher Akte sollte es geben, 
denn sie sind so viel wichtiger als all 
die großen Worte. 
Hadobu 
Initiative 
Am ersten Werktag nach der Party 
sammelte ein Textil-Kollege im Be- 
trieb bei seinen jungen Kollegen. Am 
Abend brachte er seinem Jugendse- 
kretär DM 83,- für die Angola-Flücht- 
linge. 
Eng war es im Tanzkral 


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