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The History Collection

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Jahrgang 4, Nr. 18 (September 8, 1951)

Aus unseren Gruppen,   p. 13 PDF (793.7 KB)


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AUS UNSEREN GRUPPEN
Jugend Im GJ-Zeltlager
Bei Mindelheim im Schw"bischen Allg"u ist
eine kleine Zeltstadt entstanden. Der Kreis-
ausschuþ Memmingen sandte etwa 80 Jungen
und M"dchen aus sechs Gewerksdiaftsjugend-
gruppen ¸ber das Wochenende zu einem
Zeltlager - Jugendtreffen junger Gewerk-
schafter. Samstagabend: Diskussion ¸ber
GJ-Gruppenprobleme, allgemein bildende
Themen, Gedankenaustausch. Am Lager-
feuer: Quiz-R"tselstunde. Sonntag fr¸h: Got-
tesdienst, Morgenfeier der Jugend, Referat
des Kollegen Alois Gaþner, Augsburg.
Im weiteren Verlauf des Sonntags wurde
eifrig Sport getrieben: Stafettenlauf, Fuþball,
Handball, V–lkerball und Schwimmen.
Neben ihrer Erholung benutzten die jungen
Kollegen die Zeit, um sich ¸ber die soziale
Struktur Hollands genaue Informationen zu
verschaffen. Sie studierten Lohn- und Arbeits-
verh"ltnisse, soziale Einrichtungen und Tarif-
bestimmungen.
Landestreffen der Gewerkschafts-
Jugend W¸rttemberg - Hohenzollern
Das groþe Zeltlager auf dem Waldheim bei
Ebingen sah 200 Teilnehmer und zahlreiche
G"ste, darunter Arbeitsminister Wirsching,
Gouverneur Estrade aus Tuttlingen und die
Kollegen aus dem Ortsausschuþ des DGB
Ebingen. Die Referate behandelten das Mit-
bestimmungsrecht, die Berufsausbildung und
die vielseitige Arbeit innerhalb der Ge-
werkschaftsjugend. Nach dem offiziellen Teil
kam auch die Freude zu ihrem Recht. Es
wurde ein "Bunter Abend- aufgezogen, der
"uþerst gut gelang.
Jugend der IG Metall als Bergsteiger
Die Jugendgruppe der IG Metall in Heidel-
berg sparte so eifrig und emsig, daþ sie
sich eine Reise in die Berge leisten konnte.
Gewerkschaftsjugendheim Raintalerhofh¸tte
bei Garmisch war das Ziel. Nach anf"ng-
lichem Uben stieg die groþe Tour auf die
Zugspitze. Trotz Neusdcnee und Vereisung
der Stufen und Seile schafften es die jungen
Kollegen. Wenn auch mal einer den Mut
verlor unterwegs, die anderen munterten ihn
auf und nahmen ihn mit. Daf¸r war der Aus-
blick vom Gipfel auch wundersch–n. Die
Abschiedsfeier stieg mit groþem Hallo, und
es wurde einstimmig festgestellt: "Das
n"chste Jahr wieder in die Berge'.
Wiener Melodien in Passau
Der Chor der Wiener Gewerkschaftsjugend,
der von den Ruhrfestspielen zur¸ckkehrte,
gab in Passau ein einmaliges Gastspiel.
Vor einer zahlreichen Zuh–rerschar erklangen
im festlich geschm¸ckten Saal das Largo'
von H"ndel, der ãSchwere Hammerschlag',
der .Donauwalzer'. Die Wiener Kollegen
ernteten reichen Beifall mit ihrem umfang-
reichen und vielseitigen Programm, das sie
meisterhaft darboten.
Geistig und k–rperlich erholt
kehren wir von der Gl–rtalsperre aus dem
sch–nen Sauerland zur¸ck. Auf zum fr–h-
lichen Schaffen und Planen einer im n"ch-
sten Jahr stattfindenden Gruppenfahrt der
Gewerkschaftsjugendl Ziel: Gl–rtalsperre.
Dies schrieb uns die Jugendgruppe der Ge-
werkschaft Chemie, Papier, Keramik und
sandte viele Gr¸þe an die Daheimgeblie-
benen. Ein besonderer Gruþ gilt dem Her-
bergsvater Walter Overmann.
Muþ eine Studienfahrt Immer Ins
Ausland gehen?
Diese Frage verneinte die Jugendgruppe
Frankfurt der IG Chemie. Sie fuhr auf Ein-
ladung einer Jugendgruppe der IG Bergbau
zu einer Studienfahrt nach Frielendorf,
einem kleinen hessischen Ort, der durch
seine Braunkohlenlager bekannt ist.
Bei der Besichtigung der Anlagen der Frie-
lendorfer Bergwerksgesellschaft zeigten die
Jugendlichen groþes Interesse, da sie zum
erstenmal den Abbau der Braunkohle sahen,
ebenso eifrig wurde die Herstellumg der
Braunkohlenbriketts in Augenschein ge-
nommen.
Auf der R¸ckfahrt bildeten die Bade- und
Kuranlagen Bad Nauheims das Ziel der ere
lebnis- und wissenshungrigen Frankfurter
Jugendgruppe.
Mit dem Fahrrad in den Harz
40 Jungen und M"dchen der Bremer Ge-
werkschaftsjugend starteten zu einer 10-
t"gigen Fahrradtour in den Harz. Nach herz-
lichen Abschiedsworten des Kollegen Oskar
Schwarz vor dem Bremer Gewerkschaftshaus
begleiteten zwei Kradfahrer der Verkehrs-
polizei die radelnde Reisegesellschaft durch
die Stadt.
T"glich wollen die Urlauber 50 km zur¸ck-
legen und sich an der sommerlichen Land-
schaft und der Sch–nheit der St"dte erfreuen.
Der Ortsausschuþ des DGB half mit eigenen
Mitteln die Ersparnisse der Jugendlichen
erg"nzen, damit jedem Teilnehmer die Un-
kosten f¸r Unterkunft und Verpflegung
sichergestellt wurden.
Wir w¸nschen "Frohe Fahrt-.
Jugendfunktion–re in Holland
In Zusammenarbeit mit der holl"ndischen
Gewerkschaft ABC (Allgemeine Betriebs-
gruppen-Centrale) und der IG Chemie,
Papier, Keramik wurde neun jungen deut-
schen Gewerksdcaftern die M–glichkeit ge-
schaffen, acht Tage in Holland zuzubringen.
Diese acht Tage verlebten die Kollegen in
dem Flevo-Kamp an der Zuider See, einem
Lager der holl"ndischen Jugendorganisation
"Jonge Strijd". Diese Tage standen im
Zeichen echter Freundschaft und Verst"ndi-
gung.
Eine Gruppe aus Arnheim besichtigt nach dem ersten Fahrtabschnitt In Burg
den K–lner Dom (oben).
Deutschland und Holland haben Freundschaft geschlossen und promenieren ¸ber
den "Burghof' (rechts).
_s Hoiiandaustausdles begann mit dem
-As      ÷liffe       Jahr Besuch von 164 jungen deutschen Ge-
werkschaftern zu den Maifeiern in Arnheim. Ein Pfingsttreffen folgte, und
vom 30. Juni bis 18. August fanden im Kamphuis Scheleberg bei Lunte-
ren weitere Begegnungen mit holl"ndischen Kollegen der ãJonge Strijd'
statt. In jedem Lager wurden ein Uberblick ¸ber die Entwicklung der
hol-
l"ndischen Gewerkschaftsbewegung gegeben und den Besuchern die wirt-
schaftlichen und sozialen Probleme des Landes n"hergebracht. Wandern,
Spiel, Sport und Singen f¸llten den Tag aus. Die sprachliche Verst"ndi-
gung bereitete keine un¸berwindlichen Schwierigkeiten, und eine Reihe
holl"ndischer Lieder war bald gelernt. Eine Fahrt nach Amsterdam, an
die See und in das holl"ndische Natursdcutzgebiet vermittelten einen
Eindruck von der Landschaft des Gastlandes. F¸r das gute Gelingen zeich-
nete Henk Visser verantwortlich.
Der Wunsch, geschlossene Freundschaften zu vertiefen, f¸hrte zu sport-
lichen Treffen zwischen Remscheider und Oberhausener Gruppen und hol-
l"ndisclen Freunden in einem fairen Fuþballspiel. Die Remscheider Kollegen
hatten dank privater Unterkunft einen guten Einblick in die sozialen Ver-
naltnisse k-ollancis.
Den Sporttreffen soll ein Besuch unseres Bochumer Jugendchores folgen, der
in Amsterdam, Arn-
heim und Utrecht Konzerte geben wird. Je vierzig holl"ndische Kollegen statteten
in neun
Gruppen einen Gegenbesuch ab. Um ihnen ein verschiedenartiges Landschaftserlebnis
zu vermitteln,
wurden sie jeweils in den Jugendherbergen Burg an der Wupper, Godesberg und
M.-Gladbach-
Hardt untergebracht. Auf dem Plan standen Betriebsbesichtigungen, der Besuch
von K–ln, Bonn und
Koblenz, Rheinfahrten, Wanderungen imGebiet der Jugendherbergen u. a. mehr.
Dieses Austauschprogramm kann nicht hoch genug gewertet werden. Es zeigte
sich, daþ viele Freund-
sdcaften geschlossen wurden. Fr¸here Hollandfahrer statteten den Gruppen
selbst bei schlechtestem
Wetter ihren Besuch ab. Ein umfangreicher Briefwechsel hat sich angebahnt,
und man m–chte Deutsch-
land oder Holland wieder einmal besuchen.
Es bestehen Pl"ne, im n"chsten Jahr den Hollandaustausch weiter auszubauen
und vor allem engere
Interessengemeinschaften f¸r soziale Fragen wie f¸r kulturelle
Aufgabengebiete (Volkstanz, Laien-
spiel und Singen) in den Vordergrund zu stellen. Schon jetzt sind Bestrebungen
im Gange, andere
ausl"ndische Freunde, zun"chst einmal belgische Kollegen, in diesen Austausch
einzubeziehen.
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