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Jahrgang 4, Nr. 18 (September 8, 1951)

Vom Korn zum Bier,   pp. [8]-[9] PDF (1.5 MB)


Page [8]


IN   DEN HOPFENGARTEN BFran'kren-s und I
August und September Hocsbetrieb. Es Ist Hopfenernte. Die
vier bis acst Meter langen Schlingpflanzen des sogenannten
gemeinen Hopiens werden von den gespannten Dr"hten her-
untergeholt, und die Fruchtzapien wandern In die S"cke.
Auf den Hopfenb–den der oft sechs- bis siebenst–dkigen
Giebelh"user und den Darren, die slic niedriger Tempera-
tur und starken Luftzuges bedienen, wird die Frucht ge-
trocknet. Die Anscsaflung der Stangen, an denen sich die
Stengel hochwinden, ist kostspielig. Deshalb ist man In
vielen  Gegenden   Deutschlands  zum  Drahtbau   ¸ber-
gegangen. Der Ertrag lohnt aber Aufwand und Arbeit. Heule
wird der Hopfen mit g00 bis 1000 DM je Zentner gehandelt.
VOMl KORN ZUM1 BIER
ist es noch ein weiter Weg. Der Grundstoff f¸r die Bierzubereitung
ist im allgemeinen die Gerste (fili bi.
stimm te Biersorten auch Weizen), die nach der Ernte In den Matztabriken
zun"chst sechs bis acht WO"U
gelagert, dann gereinigt und in Wasser, die sogenannte Weiche, gesetzt wird.
Anschlieþend auf der Tenne au
gebreitet, beginnt das Korn wie auf dem Acker zu keimen, und durch diesen
Vorgang wird die St"rke
Korns In Maltose oder Maizzucker umgewandelt. Hat der Wurzelkeim etwa die
anderthalbfacie L"nge de.
Korns, wird der Wachstumsprozeþ durch Darren unterbrochen. Das ,Grtlnmalz'
wird auf 50 bis 100 God
erhitzt, und dadurch werden besondere Geschmacks. und Farbstoffe erzeugt.
Anschlieþend wird das Mik
gesdirotet und kann so von dem heiþen Wasser In den Maischbottlchen
(oben) besser ausgelaugt werd.
Die nicht l–sba ren Bestandteile des Malzes, die Treber, bleiben Im
L"uterbottich zur¸lck und gehen als VW
futter an die Landwirtschaft. Der goldiarbene, dickfl¸ssige Malzextrakt
wird mit einer bestimmten HoMo
menge In etwa zweist¸ndigem Kochen eingedickt und sterilisiert. Durch
den Hopfen wird das Bier baltliu
und erh"lt seinen herben Geschmack. Die Bierw¸lrze wIrd abgek¸hlt
und In die G"rbottiche (unten) gegebemi
denen sie mit einem Hefezusatz In 14 Tagen vergoren wird. Aus dem Zucker
entstehen Alkohoi und Kohlen"i
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