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The History Collection

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Aufwärts
Jahrgang 4, Nr. 3 (February 10, 1951)

Dirx, Ruth
Kleider machen Leute,   p. 14


Page 14


KLEIDER machen LE
Wer von uns hat die Bedeutung dieses Sprich-
wortes nicht schon einmal buchst"blich am
eigenen Leibe erfahren? Welche Sicherheit
verleiht uns doch das Bewuþtsein, rgut an-
gezogen' zu sein, und manch einer opfert
hierf¸r einen gr–þeren Betrag, als sein Geld-
beutel vertragen kann. Dabei ist das "Gut-
angezogensein' durchaus nicht so sehr eine
Frage des Geldes als des guten Geschmacks
Aber was ist denn nun das Geheimnis dieses
immer angef¸hrten guten Geschmacks? Es ist
in W\ irklichkeit nur ein Zusammenklang von
vielerlei Dingen. Einmal m¸ssen die Farben,
die wir an uns tragen, aufeinander abgestimmt
sein. Wenn eine Frau vier verschiedene Gruns
an Hut, Schal, Handschuhen und Kleid tr"gt,
kann der Kamelhaarmantel noch so sch–n
sein, es gibt keinen Zusammenklang, sondern
das Ganze tut unseren Augen weh. Dann muþ
die Kleidung auf die Gelegenheit abgestimmt
sein, zu der wir sie tragen. Weiþe Sandaletten
bei Regenwetter, ein unmodern gewordenes
Sonntagskleid. bei der Hausarbeit wirken
immer peinlich. Auch unsere eigene Pers–n-
lichkeit d¸rfen wir nicht auþer acht lassen.
Sportliche, herb aussehende M"dchen sollten
sich nie mit allzuviel Schmuck und R¸schen
beh"ngen, mussen sich aber auch davor h¸ten,
ihren Typ durch die Kleidung zu sehr zu
steigern.
Die andere Zauberformel der gut angezogenen
Frau lautet: "In der Beschr"nkung liegt der
Meister." Wenn wir uns ihren Kleiderschrank
einmal ansehen, sind wir meist ¸berrascht
¸ber die geringe Zahl der Kleider, die aller-
dings   viele  Verwanclluncgslmi–glichkeiten
haben. Auf den ersten Blick f"llt uns auf, daþ
die wenigen Dinge alle aufeinander abge-
stimmt sind. Der unvermeidliche Trench, der
uns durch Regen und Sonnenschein begleitet,
paþt zum Jackenkleid, das durch verschiedene
farbige Blusen und Pullover immer wieder
ein neues Gesicht erh"lt. Neben dem Jacken-
kleid h"ngt eine stark farbige Jacke und ein
gemusterter Rock. Beide Teile passen jedoch
zum Jackenkleid, so daþ sich, wenn man die
Jacken vertauscht, insgesamt vier versdhie-
dene Kombinationen ergeben. Rechnet man
die Blusen und Pullover hinzu, so hat die
Besitzerin die M–glichkeit, alle paar Tage
anders gekleidet zu sein. Deshalb erfreuen
sich R–cke, Blusen und Jacken in unserer tag-
lichen Kleidung auch so groþer Beliebtheit.
Trotzdem hat man nat¸rlich hin und wieder
das Bed¸rfnis, bei besonderen Gelegenheiten
ein "ganzes' Kleid zu tragen. Diese Gelegen-
heiten sind bei den meisten Berufst"tigen
nicht so zahlreich, daþ man sich dazu mehrere
Kleider leisten muþ. Wir k–nnen mit einem
Kleid, wenn es verschiedene Verwandlungs-
m–glichkeiten hat, oft mehrere Jahre aus-
kommen. Wer starke, leuchtende Farben liebt,
steht sich am besten, wenn er f¸r dieses
"Geh-aus-Kleid' einen zur¸ckhaltenden Ton
w"hlt, etwa grau, dunkelblau oder braun.
Dazu kann man dann gut starktarbige Gar-
nierungen tragen: Knopfe, Schals, G¸rtel usw.
Am geschicktest, n ist es, von vornherein
gleich verschiedene Garnierungen zu ¸ber-
legen. Hat man zu solchem Kleid einen guten
Stoff gew"hlt, kommt man auch nicht in Ver-
suchung, es nach einiger Zeit zum Haus- oder
Arbeitskleid zu degradieren.
Als Arbeitskleidung hat uns Amerika mit
seinen Overalls eine sch–ne Anregung ge-
geben. Sie werden aus festem Stoff gearbeitet,
und man sieht immer zweckm"þig und dodt
nett aus, weil man darunter h¸bsche, bunt
gemusterte oder karierte Blusen oder Pull-
over tragen kann. Die Hosenbeine d¸rfen
nicht so lang sein, daþ sie den Schuh be-
decken, sondern man muþ darunter noch ein
paar bunte Sockchen sehen k–nnen, die zu
unseren  kr"ftigeren  Arbeitsschuhen  oder
Sandalen besser passen als d¸nne Seiden-
str¸mpfe, um deren Heilbleiben man bei der
Arbeit stets bangen m¸þte. Auch bei Arbeits-
und Berufskleidern sollte man auf gute Qua-
lit"t achten, da sie stark beansprucht werden.
Auþerdem f¸hlen wir uns darin sicherer als
in einem Stoff, der bei jeder unvorher-
gesehenen Bewegung zu zerreiþen droht.
Bei der Pflege unserer Kleidung - auch
unserer Berufskleider- sollten wir uns ein
englisches Sprichwort zum obersten Gebot
machen. Es heiþt: äEin Stich zur rechten Zeit
erspart neun andere.' Doch dar¸ber ein
andermal mehr.                  Ruth Dirx
Bedeulung der Worter 1. sudamerik. Tee, 2. Stein-
kohlenpro.dukt, 3. griedh. Liebesgott, 4. westf. Stadt.
5. Aderschlag. . Wette, 7. Gangart, 8. Feldherr (a. d.
30j"hr. Krieg), 9. svnth Kautschuk, 10. Edelgas, 1i.
Gestein, 12. Pflanze, 13. russ Stadt a. d. Oka, 14.
Fluþ, 15. Nachkormmenschati der Tiere.
9 tier. Produkt, 10. Baum. 11. Nachlaþ, 12. N"hmate-
rial, 13 Raubvogel, 14. Sucht, 15. Ruhestatte, 16. Nie-
derschlag. 17. Teil des Berges, 18. Stacheltier, 19.
Korperorgan, 20. K–rperteil, 21. Seiteninstrument, 22
Gef¸hl. 23. Bund, 24. ital Munze. 25. Kleineisenzeug.
26. verheilte Wunde. 27. Bezeichnung fur unartiges
Kind, 28. Weinstock. 29. Gesetzm"þigkeit, 30 sozial
bevorrechtigt, 31. Turverschluþ.
Wabenr"tsel
Die um uie Zahlen in Utirzeigerrichrung verlaufenden
vierbuchstabigen Worter beginnen immer im oberen
Feld jeder Wabe
14
K–nigsr"tsel
Aus untenstehenden Buchstaten sind Hauptws–rter zui
bilden (keine Eigennamen oder Fremdworter) Man fangt
an einem  Feld an und geht, wi    der ,Konig heimi
Sch.ich um ein Feld nach links cder reu.. s nach oben
oder unten und schrag. Es darf kein Feld ubersprun-
gen iserden
Die Buchstaben a h b b r e e e g h i l l n r r sind
so in diir Kasten einzeisetzen. daþ durch den Weg des
Konigs lt i orter folgender Bedeutung gebildet werden
1. Sportgerat, 2. Ausschank, 3. Werbung, 4. Erhebung,
5, Getrank 6. Speise, 7. manni. Schwein, 8. Wurm.
Aufl–sungen aus Nr. 2
Die Eieruhr. 1. Orange, 2. Range, 3. Rang, 4. gar.
5. Ar.     d a, 7. Au, S. Tau, 9  Auto, 10. Autor, 11.
Torgau.
Knackn¸sse: al Der Vorrat reicht jetzt noch 3-1 Tage,
im ganzen also 37 Tage. bh Um ein Funftel.
Kreuzwortr"tsel. W a a g e r e c h t t 1. sozial, 5. er,
6. Wohnungsbau, 10. 0. K., 11. so, 12. Raum, 13. ge-
nug, 14. fuer, 15. alle, 17. R, 18. Licht, 19. Luft, 21. und,
2i. Sonne, 23. tu, 27. Terror, 29. Ur, 30. Ironie,
31. Don, 32 Ei, 34. England, 35. Rest, 36. Ebene.
S e n k r e ch t  1 Sorel, 2. Okapi, 3. As, 4. Loge,
7 Uhr, 8 Saline, 9. UN, 16. Otto. 20. Forst, 21. Ubier,
24. Urn, 25. Anet, 26 Ente, 27 Tee, 28. ein, 33. Ob.
1, 5, 6, 12, 13, 14, 15, 18, 19, 21 und 22 (waagerecht):
Sozialer Wohiungsbau - Raum genug fuer alle -
Licht. Luft und sonne.


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