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The History Collection

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Aufwärts
Jahrgang 3, Nr. 4 (February 25, 1950)

Das kleine Lexikon,   p. [16] PDF (630.3 KB)


Page [16]


In                            0
Was ist
Politikt
Nun, man kann es in jedem Duden und in jedem
Lexikon nachlesen. Staatskunst steht da, .Welt-
klugheit. Bringen wir beides auf einen Nenner
und sagen, sie bedeutet Kenntnis und Kunst des
Regierens, so kommen wir der Sache ziemlich
nahe. Es gibt Menschen, denen die Politik sozu-
sagen im Blute liegt, die sie schon mit der Mut-
termilch eingesogen haben, ja, es gibt V–lker, die
ausgesprochen
poliltscb
sind. Bei ihnen ist die Anlage zum
Politiker,
einem Menschen, der sich f¸r Politik interessiert,
sich mit ihr besch"ftigt, ein oft jahrhundertealtes
Erbe. In einer
Demokratie
(griech. demos = Volk), in der das Volk durch die
von ihm gew"hlten Vertreter die oberste Gewalt
aus¸bt oder zumindest einen groþen Anteil an der
Regierung hat, ist es geradezu Pflicht jeder Frau
und jedes Mannes, Politiker zu sein; denn das Recht,
sich eine Regierung zu w"hlen, schlieþt zugleich
die Verpflichtung ein, sich ¸ber die Ziele und die
Leistungsf"higkeit der zu w"hlenden Regierungs-
mitglieder zu unterrichten. Um welche Regierungs-
form es sich im einzelnen auch immer handelt, so
wird sich in der Arbeit des
Parlamentes
immer zeigen, ob die Gesamtheit der Staatsb¸rger
politisch reif genug war, die F"higkeit der Ab-
geordneten und ihre Ziele erfassen zu k–nnen. Das
Parlament steht und f"llt mit der politischen Reife
des Volkes; selbst dort, wo das Parlament nicht
zu 100 v. H. aus direkt vom   Volke gew"hlten
Vertretern besteht. Ein gutes Beispiel bietet das
englische Farlament. Es besteht aus zwei Kammern
(sogenanntes Zweikammersystem). dem  Oberhaus
und dem Unterhaus. Die Mitglieder des englischen
Oberhauses sind die Pairs, deren Mitgliedschaft
im Oberhaus meistens Erbrecht ist oder auf Grund
k–niglicher Ernennung besteht. Die Mitglieder des
Unterhauses dagegen sind die durch direkte Wahl
berufenen Vertreter des Volkes. Trotz der in Eng-
land bestehenden Dreiteilung der Macht, K–nig-
Oberhaus-Unterhaus, hat das Unterhaus heute
den gr–þten Anteil an der Regierung. - Die Zu-
sammensetzung der Parlamente in den einzelnen
Staaten ist verschieden. Wir unterscheiden ein
Einkammer- und ein Zweikammersystem.
Die Befugnisse der Kammern sind in der
Verfassung
festgelegt, die ihre Vollmachten aufzeigt und ihre
Beziehungen untereinander regelt. Sie legt die
Rechte und Pflichten der Untertanen gegen¸ber
der obersten Staatsgewalt fest. In der Verfassung
ist z. B. festgelegt, welche K–rperschaft die gesetz-
gebende, die
Legislative
ist (lat. legislatio = Einbringen eines Gesetzes),
und in wessen H"nden die
Executive
(lat. exsecutare = ausf¸hren, vollziehen), die voll-
ziehende Staatsgewalt liegt. Die K–rperschaft, in
deren Hand die Exekutive liegt, bestimmt im all-
gemeinen die Politik des Landes. Die Art der
Regierung gibt der Verfassung ihren Namen. iegt
die oberste Gewalt in den H"nden eines K–nigs
oder Kaisers, so ist die Verfassung eine
absolute Monarcile,
ist die Gewalt des K–nigs nur begrenzt, wie im
Falle Englands, so handelt es sich um eine
konstitutionelle Monardiie
(konstitutionell = verfassungsm"þig). Hat ein,
Diktator
(unumschr"nkter Gewalthaber) die h–chste Macht,
so ist sie eine
Diktatur,
ist sie in den H"nden von nur einigen M"nnern,
eine
OligardMle
und eine
Aristokratie,
wenn der Adel die h–chste Gewalt hat.
Republik
ist ein Staat mit anerkannten Volksrechten, in der
die Staatsgewalt dem Volke zuerkannt ist, ent-
weder in seiner Gesamtheit (Demokratie) oder nur
gewissen Schichten (Aristokratie). Die heutigen Re-
publiken sind meist repr"sentative Demokratien,
in denen gew"hlte Vertreter das Volk darstellen.
Die Form der unmittelbaren Demokratie, in der
die Gesamtheit des Volkes ¸ber Gesetzgebung,
Beamtenwahl usw. selbst entscheidet, findet sich
nur noch in einzelnen Kantonen der Schweiz.
Magisches Kreuzwortr"tsel                                       Was ist das?
Waagere.ht und senkrecht bedeuten die Worte;            I Lagernde Sacke.
2. Holzmaserung, 3. Larven, 4. Pa-
I   Anruf. 2. Veriaitungssdilaiich, 3  M"dahenname.    pageienn¸sse.
5. Bienenwabe.
4. K¸chenkraiit. 5. festliches Gedicht, 6. hollandisrhe Uni-      
                                     __
,ersit"tsstadt. 7. ostasiatische Halbinsel, 8. Feuerungs-
inlaqe, 9. Waldgott, 10. Gew¸rz, 11. im Bergbau soe
siel wie Tiefe, 12. Frauengem"cher larab 1, 13, Fisci-
feit. t4. Schluþ
Silbenr"tsel
ha - ddn    - .eich    e  - e -- qe              I
im     kd - kd      ker  - Id - nat     nord -
rett   ro    rots - sims - ta -- t- ter
A.is den 24 Silben sind 9 Worter zu bilden, ieren
Anfangs- und Endbuchstiaen, beide von oben nach
linten qelesen, ein Sprichwort ergeben, dessen Wahr
heit die Arheiterbewegiing schiin oft erfahren h.t
Die W–orter bedeuten: 1. Stadt in ioitanEi, 2 alteste
ltal Bibelubersetzuing  3. Nordseehafen, 4. Erziehungs.
unstalt 5. herorspringend,1r Biuteil, 6. Kleinkunst-
bihne, 7. Sinfnie von Beethoven. 8 Bienenzuchtei.
4 Kartenspiel.
Denksportaufgabe
Dii kimrmst in ein Zimmer und bemerkst beimli Offnen
dier T¸r, daþ das Zimmer sehr stark mit Gas gefullt
.st. Wie entfernst du das Gas? Offnest du das Fenster
äder die Tun? Ofinest du die oberen oder die unteren
Fensterfl¸gel? Laulfst du schnell arbeitend im Zimmer
.umher. oder gehst du langsam und vorsichtig? Gehst
dli moglichst tief gebu¸ck  oder moglichst hoch auf-
eprichtet diurch das Zimmer?
Mit Stimmenmehrheit angenommen
In einei \äersdnimliinq siren 240 6ersoneli anwesend.
Ein eingebrdchteli Vorschlag sturile mit einer Stimmen-
mehrheit von 90 fersonen angenommen, Stimmenthal-
tiinuen keine.
Wie viele der Anwesenden    stimmten fur den  Vor
schlau. sie viele dagegen?
Hdarscb.neidei oder Rasieren, bittet
Zeidintinq: Ortii Sdisilrlqe
Amerika wurde entdeckt im Jahre
1383
1492
1542
Johann Wolfgang von Goethe starb
im Jahre
1332
1541
1914
Der t. Mai
Feiertag
191f
1933
1945
wurde zum gesetzlichen
Tag der deutschen Kapitulation war der
20. Juli 1944
8. Mai 1945
I Dez 1945
In Deutschland gibt
gewerkschaft seit
t928
1945
1949
es die Einheits-
Aufl–sungen aus Nr. 3
Kreuzwortr"tsel. W a a g e r e c h t: 1. Gleis, 9 0el,
10. und, 12. mia, 13. TB 14. Kneif, 15. Hei!, 17. Dis.
IR. Zep, 19. Arom. 21. Doltne, 23. Nab, 25. Nil. 26.
Riemen, 29. Clou, 32. Ahn, 33. Iah!, 35. Em. (Emana-
lion(, 36. Al, 37. Arion, 38. Ei, 39. Bai, 40. Ave, 41.
Ego. 42. Enzym, 43, Kasan. S e n k r e c h t: 1. Gotha.
2. Leber, 3. el, 4. Sund, 5. Edison, 6. DM. 7. Eisen.
8. Rappe, 11. Neid, 16. Ionen,     18. Zille, 20. Mam,
22. Lic. (Licentiatusf, 24. Beiram. 26. Raabe, 27. Ihlen,
21. naiv, 30. Omega, 31. Union, 34. Hoek.
Was Ist dast Lagerlank fur Petroleum
Was waren sie: 1. Reichspr"sident, 2. Zeichnerin, 3.
indischer Freiheitskampfer, 4. Dichter, 5. Autorenn-
fahrer. 6. Erfinder.
Silbenr"tsel: 1. Dotter, 2. Adverb. 3. Schofle, 4. Mis-
souri, 5   Import, 6. Taifun, 7. Bramme, 8. Eibisch.
9. Sodom. 10. Tenne, 11. Imker. 12. Mitzi, 13. Me-
dizin. 14. Unterschied. 15. Naue, 16. Gitter, 17. Sall-
mow, 18. Reni, 19. Elger, 20. Chorist. 21. Huysmans.
22. Trem.doc, 23. Dolmetsch, 24. Elba, 25. Relief, 26.
Akrobat - Das Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer
in der Wirtschaft.
Scherbenr"tsel: Der V–lkerfriede ist aufs engste mit
dem sozialen Frieden verbunden, und es gibt nur
ein Mittel, ihn zu erlangen: Erneuerung der gewissen
Lbers indung der Selbstsucht.
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Der gerettete  \4itlgsscdlafZ                T
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