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Germany (West). Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen. / Polit-Kunst in der Sowjetischen Besatzungszone; "III. Deutsche Kunstausstellung 1953" Dresden.
(1953)

"Sozialistischer Realismus" -- "ideologische Klärung",   pp. 15-38 PDF (7.3 MB)


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Schmerz und Freude, in angestrengter Arbeit und in befreiendem Lachen
auswendig lernen. Das gleiche gilt auch fiir die Farbe. Viele Kiunstler be-
vorzugen eine dunkle, triibe, fast schmutzig zu nennende Palette. Die
braunen, erdigen Tone, mattes, verwaschenes Blau, Grau und Schwarz
herrschen vor. Hinzu kommt, daB viele unserer Kiinstler einfach nicht
malen, mit dern Pinsel nicht mehr umgehen k6nnen. Die Flachen werden
breit und grob zugestrichen."
,,Berliner Zeitung" (SED), Ostberlin, 21. 3. 1953.
,,Die Kunst hat andere Aufgaben zu losen als die Farbphotographie.
Einige Bilder der Ausstellung lielen sich durch eine Photographie er-
setzen . . ."
,,Junge Welt" (FDJ), Ostberlin, 19. 3. 1953.
Konsequenzen der Kulturpolitik der ,DDR"
Prof. Karl Magritz*)
,,Wenn man versuchen wiirde, den allgemeinen Charakter der auf dieser
Ausstellung gezeigten Werke in einem einzigen Satz auszudriicken, so
wurde man sagen konnen: ,Das ist die Kunst eines Volkes, das den Weg
zum Aufbau cines friedlichen und demokratischen Lebens erfolgreich be-
schritten hat.'
Durch die Entwicklung des Realisrmus haben die Kiunstler der Deutschen
Demokratischen Republik der Sache des Friedens und der Sache des
Kampfes um die nationale Einheit einen wertvollen Dienst erwiesen ...
Immer mehr sollen die Kiinstler verstehen, daB die Meisterung der kiinst-
lerischen Probleme des Realismus sich nicht allein auf das Studium der
technischen und handwerklichen Methoden beschranken darf, sondern tief
verbunden bleiben mul mit der Erfassung der ideologischen und politi-
schen Kampfaufgaben unseres Lebens . .
Helmut Holtzhauer:
,,Die unabliissig gefiihrten Diskussionen, die Erziehungs- und Vber-
zeugungsarbeit, vor allem auch durch Kritik und Selbstkritik, sind nicht
vergebens gewesen. Der Formalismus hat eine Niederlage erlitten, von
der er sich nicht wieder erholen wird ...
*) Magritz,Karl,ProfessorfiirKunstgeschichtean derStaatl.HochschulefiirGraphik
und Buchkunst, Leipzig.
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