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The History Collection

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Aufwärts
Jahrgang 19, Nr. 5 (May 15, 1966)

Plück, Hans
[Quatsch, das ist doch großer...],   pp. 6-7


Page 7

ittags im Gruga-Stadion gibt's ein 
chönes Wiedersehen. Jyske Pigegarde, 
ie dänische Mädchenkapelle, dreht eine 
lunde auf der Aschenbahn. Die jungen 
)amen sind noch genauso hübsch wie 
r vergangenen Jahr in Hamburg. Ihre 
ý sik ist auch nicht schlechter gewor- 
len. 
inn hält Otto Brenner die Mairede. Es 
keine lange Rede, aber an politischer 
,3utlichkeit läßt sie nichts zu wünschen 
)rig. Beides ist gut so. Das eine paßt 
um neuen Stil. Das andere zeigt, daß 
ieser neue Stil nur dann einen Sinn hat, 
~nn die politischen Gewichte in der 
Kaagschale bleiben. Spanische Kollegen 
assen Transparente Revue passieren: 
Amnestie für politische Gefangene in 
S anien". Und: <Nein zu ausländischen 
ilitärbasen in Spanien". 
.hörer erzählen von einem Zwischenfall 
t1 Vormittag. Beim Platzkonzert in 
ohnhausen randalierte ein NPD-Jün- 
.r. Beherzte Männer gingen zur Selbst- 
Ife über. Kurzerhand knockten sie den 
Sörenfried aus. 
~.30 Uhr. Auf den Wiesen tummelt sich 
;sens junges Sportlervolk. So ziemlich 
le Sportarten führen die Vereine vor. 
asperletheater spielt die Polizei für die 
ingsten. Addi Münster präsentiert 
Jnterhaltung zur Kaffeestunde". Irgend- 
ann dazwischen ein Tagesfeuerwerk auf 
er Kranichwiese. Eine Dokumentation 
ir Gewerkschaftsgeschichte ist zu be- 
ichtigen. Sie hätte getrost umfangrei- 
ier sein dürfen. Großes Schaukonzert 
Jt vielen Kapellen. Die Däninnen sind 
jeder dabei. 
,bends 2mal leichte Muse. <Mai-Rakete 
5" mit Lolita und anderen Stars. Lolita 
t wählerischer geworden. Längst nicht 
)ehr alle Angebote nimmt sie an. Aber 
ur Maifeier, erzählt sie, kommt sie gern, 
eitdem sie in Hamburg für ~die Eskens" 
insprang und viel Beifall bekam. 
niefreie, hochgeschlossene Mädchen 
ei <Rhythmen für junge Leute". Welche 
hythmen? Der Beat? Einer, der aussieht 
Sie ein Aushilfsbeatle, wird ganz melan- 
holisch vor so viel Rückständigkeit. 
Der Beat? Den haben wir doch schon 
or'ner Ewigkeit beerdigt. Blue Flaem ist 
op. Und Marathon." 
lit diesen beiden Veranstaltungen geht 
as Maitreffen zu Ende. <Um 23 Uhr", 
atte Franz Busch, Vorsitzender des 
GB-Kreises Essen, gesagt, <wird bei 
ns dicht gemacht." 
usch ist zufrieden. <120000 Besucher - 
r Essen ist das eine stolze Zahl." Auch 
er Kartenverkauf kann sich sehen las- 
en. Damit hat Essen bewiesen, daß der 
amburger Erfolg kein Zufalstreffer war. 
lit Fug und Recht darf man das behaup- 
en. Die Besucherzahl spricht dafür alle- 
ial. 
ufrieden sind auch die Leute vom Roten 
reuz. Sie ziehen eine magere Bilanz: 
Nur ein mittelschwerer Fall, ein paar 
ichte Prellungen, fünf Kinder hatten 
ich verlaufen. Für uns kein schlechter 
"ag.". 
Warum fand das zweite Maitreffen in 
Essen statt? Busch erinnert sich: <Gleich 
nach Hamburg haben wir uns beworben. 
Wir waren nicht die einzigen Bewerber. 
Aber der DGB-Bundesvorstand hat grü- 
nes Licht für Essen gegeben." Seit Ok- 
tober vorigen Jahres haben er und seine 
Freunde am Programm gearbeitet. Mit- 
geholfen haben die acon-Werbegesell- 
schaft aus Köln und die Werbeabteilung 
des DGB. 
Zahlreiche Fotoamateure bemühten sich 
um gute Bilder. Der DGB hatte nämlich 
einen Fotowettbewerb ausgeschrieben. 
In der Dunkelkammer müssen jetzt 
schwerwiegende Entscheidungen ge- 
troffen werden. Unzählige Motive hat es 
auf diesem Maitreffen in Essen gegeben. 
Aber der DGB hat zur Bedingung ge- 
macht: Nur drei Fotos darf jeder ein- 
schicken. 
Hans Plück 
Es geht nur um Beifall 
Spanische Familie 
Und die Mutti lacht dazu 


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