University of Wisconsin Digital Collections
Link to University of Wisconsin Digital Collections
Link to University of Wisconsin Digital Collections
The History Collection

Page View

Aufwärts
Jahrgang 8, Nr. 6 (March 17, 1955)

Körper und Seele sind eins,   pp. 5-6


Page 5

m   der  egu hingegeben schwingt das Mädchen (links) 
ihren Körper nach der Musik. Es erfaßt die Melodie nicht 
.nur mit seinem Verstand. Es erlebt sie <am ganzen Leib». 
Aber das hat es nicht in der üblichen Schule gelernt. In 
der Schule ist Musik ein Fach wie jedes andere. Und 
Körperbewegung, dort ,Turnen» genannt, ist ein zweites 
Fach. Körper und Seelen werden als zweierlei behandelt. 
Else Lang und Karl Foltz jedoch erkannten, daß erst beide 
zusammen die natürlichen Mittel zur Persönlichkeits- 
bildung sind. Deshalb drillen sie keine ,Ballettratten* und 
keine ,Musikgenies», Sie wollen den gesamten Menschen! 
ReUnd TUmbuin sind die ersten Instrumente, mit denen 
in der Else-Lang-Schule die musische Erziehung beginnt 
(oben). Die ,Babys«, Drei- und Vierjährige, können zwar 
noch nicht lesen und schreiben, aber Rhythmen können sie 
schon kräftig schlagen. Das macht ihnen sogar einen 
Heidenspaß. Karl Foltz nutzt die jedem Menschen an- 
geborenen rhythmischen Fähigkeiten aus. Er bleut den 
Kindern nicht einfach Kenntnisse ein. Aus der kindlichen 
Freude an Spiel und Bewegung entwickelt er vielmehr 
sein Erziehungssystem. Uber eine natürliche und vollen- 
dete Bewegung soll es zum bewußten Menschen führen, 
Di ulwsah en Scrft. snd "no u k (oben), aber die bei- 
den Mädchen werden schließlich auch keine Primaballe- 
rinen. Wer weiß heute, wo sie einmal <ihren Mann« stehen 
*,erden? Vielleicht im Büro, vielleicht in einem anderen 
Beruf, vielleicht aber auch nur als Hausfrauen. Uberall 
werden sie aber der Else-Lang-Schule dankbar sein. Das, 
was sie dort lernten, ging ihnen in .Fleisch und Blut» 
über. - Der vierjährige Walter spricht mit Karl Foltz 
(links unten) wie mit einem Spielkameraden. Freude 
leuchtet ihm aus den Augen. Schließlich ist ja der Lehrer 
hier auch nichts anderes als ein großer Spielgefährte. 
GrOfe   ng können nt gOße E  e mchen (unten). Denn: 
alles will schließlich gelernt sein. Drei bis achtzehn Jahre 
alt sind die Schülerinnen und Schüler der Else-Lang-Schule. 
Sie kommen aus allen Schichten der Bevölkerung. Als 
Else Lang und Karl. Foltz vor einigen Jahren mit ihrer 
,musischen Erziehung» begannen, ahnten sie nicht, wie groß 
der Erfolg einmal würde. Weit über hundert Kinder treiben 
jetzt dort Gymnastik Und musizieren; im Ausgleich und 
zur Ergänzung zum üblichen stöff- und verstandesbetonten 
Unterricht. Viele beseitigen oder verhindern damit auch 
Körperschäden, die sie bisher im Leben hemmten... 
;von der 
ie an de 
le Trasdj 
tt [spiele 
Ding iý 
ich hastiý 
rantate i 
arren ri 
t auf daý 
:e keineai 
nd dann, 
ýicht, hob 
Itulierel- 
Lgenblick 
edecten 
Grinsen. 
arl« rief 
oberung 
unge - 
Günteri 
;t -mehr 
;oldaten 
tredcige 
urde, in 
ragt, ob 
w*ortet: 
diesen 
1 müde 
md Un- 
die er 
fragte 
te den 
tter in 
ttberge 
dessen 
tunden 
)ffizi16r 
nachte 
hrigen 
prache 
ig der 
es be- 
n auf- 
.-lachte 
Ischen 
welch 
m ist, 
ibens- 
keit», 
irrens 
ýünter 
Krieg 
irren. 
>lunkt 
Welt 
per und Seele 
eins 
.Lang-Skhle Inn geht neue Wege 
te es 
x da 


Go up to Top of Page