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The History Collection

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Aufwärts
Jahrgang 8, Nr. 15 (July 21, 1955)

Ritter, Rüstung, Dividenden,   p. 8


Holz, Peter
Freundschaft,   p. 8


Page 8

.Keiner wIrd wagen, die sdueklidieWaffe zu verwenden,  Atombombenfabrikation:
.Soviel muß herausspringen, daß Jeder von uns einen Atomsdiutzbunker
bauen 
0 Nein, die Kommunisten sind nicht schuld 
an diesen Unruhen. Sie fladcern vielmehr 
immer wieder auf, weil die Marokkaner den 
heißen Wunsch haben, sich endlich von der 
französischen und auch spanischen Kolonial- 
herrschaft zu lösen. In .Französisch-Marokko 
leben rund 8,8 Millionen Menschen. 95 v.H. 
davon sind Araber, Berber und Mauren - 
also echte Marokkaner. Sie haben die Bevor- 
mundun-gujdi die E?pä ' er satt. Frankreich 
besaß seit etwa 1800 wachsenden Einfluß in 
Marokko und eroberte im Laufe der nächsten 
hundert Jahre nach und nach das Land. Die 
Marokkaner haben    sich  stets  verzweifelt 
dagegen gewehrt. Erst um 1912 mußten sie 
die .Schutzherrschaft' Frankreichs anerkennen. 
Jetzt wollen sie wieder frei sein. Friede wird 
dieses Land wohl erst finden, wenn Frankreich 
seine Unabhängigkeit anerkennt. 
Nochmals: Taschengeld 
In einem Brief von Hans J. K. heißt es: .Id 
las in Nr. 12755 eine Stellungnahme zum 
Thema Taschengeld. Mein Fall ist ähnlich. Ich 
wohne in einem Lehrlingsheim in der Nähe 
von Essen. Ich bin 16 Jahre alt. Mein Brutto- 
lohn beträgt im Monat 276 DM. Nach Abzug 
von Steuer, sozialen Beiträgen und Verpfle- 
gungskosten usw. verbleiben mir 123 DM. Da- 
von erhalte ich für je zehn Tage ein <Taschen- 
geld' von 5 DM. Davon muß ich dann Straßen- 
bahn, Friseur, Seife usw. bezahlen. Ich glaube, 
man könnte uns ruhig etwas mehr geben. Aber 
man hält uns knapp, weil wir den »Wert des 
schwerverdienten Geldes kennenlernen und es 
richtig anlegen lernens sollen.» 
4 Nun ja, man müßte natürlich wissen, wie 
nun die Dir nicht ausgezahlte Summe tatsäch- 
lich .angelegt" wird. Aber unabhängig davon 
bin ich der Meinung, daß ein junger Mensch 
kaum lernen kann, mit Geld umzugehen, 
wenn man ihm von seinem selbstverdienten 
Lohn so gut wie nichts zur freien Verfügung 
in die Hand gibt. Einen solchen Weg halte ich 
für pädagogisch falsch. Außerdem: Schätzt 
man einen jungen Menschen von 16 Jahren 
hoch genug ein, daß man ihn an einen Arbeits- 
platz stellt, wo er 276 DM verdient, dann muß 
man ihn auch hoch genug einschätzen, dieses 
verdiente Geld zumindest unter Anleitung 
selbst zu verwalten. 
.Dabei habe ich nur auf dieses putzige Knpfden gedrückt." 
Freundschaft 
Von PeterHol 
rikanische Staatsmann und Gelehrte sagte in 
seiner Unabhängigkeitserklärung u. a.: 
,Nichts Ist unveränderlicher als die natür- 
lichen und unwandelbaren Menschenrechte... 
Wir erachten diese Wahrheiten als selbst- 
verständlich: daß alle Menschen, gleich ge- 
schaffen und von Ihrem Schöpfer mit gewis- 
sen unveräußerlichen Rechten ausgestattet 
sind, darunter Leben, Freiheit und Streben 
nach Glück. Zur Sicherma dieser Rechte sind 
Ritter, Rüstung, 
Dividenden 
Zeichner Trdx hört das ien wachsen 
Der Stratege 
ihrer Ausbildung und Geschicklichkeit ma- 
chen dürfen, um irgendein großes Volk mit 
Waffengewalt zu verwüsten. Das ist der Sinn 
der Rüstungen. Denkt nicht nur an die Ko- 
sten, obwohl sie überwältigend sind, aber es 
ist der Geist darin, und Amerika hat niemals 
und Ich hoffe, mit Gottes Hilfe, wird niemals 
diesen Geist haben.» 
Dieses und ähnliches ist leider nicht ge- 
schehen. Der Tag der Preundschaft des deut-- 


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