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Jahrgang 13, Nr. 11 (November 15, 1960)

DGB-Jugend in Hannover,   p. 2


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gegenüber stets seine Toleranz bewiesen. Demzufolge weist 
der Deutsche Gewerkschaftsbund die Vorwürfe von Pater 
Dr. Reichel der ~Sozialdemokratisierung des DGB" und der 
-Sozialisierung der Kultur" durch den DGB als unberechtigt 
und unbewiesen zurück. 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund wird auch künftig mit allen 
demokratischen Kräften zusammenarbeiten, die sich mit ihm 
für die Verwirklichung seiner gewerkschaftlichen Aufgaben 
einsetzen. Er wird in seinen Reihen getreu seiner demokrati- 
schen Grundsätze die Meinungsfreiheit aller unter Wahrung 
der parteipolitischen Unabhängigkeit und weltanschaulichen 
Toleranz gewährleisten. 
Tarifverträge auch für 
Lehrlinge im Handwerk 
die Arbeit unserer Jugendgruppen, Arbeitskreise und Nei- 
gungsgruppen zu geben. 
Aus diesem Grunde konnte sich die geplante Veranstaltungs- 
reihe natürlich nicht nur im DGB-Haus am Kiagesmarkt - mehr 
oder weniger unter Ausschluß der Öffentlichkeit - abspielen. 
Ganz im Gegenteil, das Hauptgewicht dieser Veranstaltungen 
mußte auf einer möglichst breiten Öffentlichkeitswirkung
liegen. 
Unsere Woche begann mit einer Pressekonferenz, an der außer 
der Lokalpresse auch Vertreter der wichtigsten Nachrichten- 
agenturen und des NDR teilnahmen. Den Journalisten wurde 
neben dem Programm unserer Veranstaltungen besonders der 
Sinn unserer Woche der DGB-Jugend" eingehend erläutert. 
Den Start bildete die nahezu ausverkaufte Eröffnungsveranstal- 
tung in dem 1450 Personen fassenden <Theater am Aegi". 
Unseren Besuchern präsentierten sich sechs bekannte nord- 
deutsche Jazz-Formationen, u. a. die Old-Heidetown-Ramblers, 
Celle; die Jailhouse-Jazzmen, Hamburg, sowie die Jonny's 
New Orleans Jazzband, die washboard-Rhythm-boys, das Blue- 
bird-swingtett und die Blackstairs, alle Hannover, die in einem 
zweistündigen Non-Stop-Programm einen Einblick in die Ent- 
wicklung der Jazzmusik vermittelten. Daß diese Veranstaltung 
nicht nur Unterhaltung und Stimmung, sondern auch lehrreiche 
Hinweise auf die Entstehung des Jazz bot, dafür sorgte der 
KollegeJoseph Scholtes von der Heimvolkshochschule Hustedt. 
Am Montag dann konnten wir bei der Eröffnung unserer Aus- 
stellung im Haus der Jugend, auf der auch die Ausstellung des 
DGB-Bundesvorstandes gezeigt wurde, unseren Gästen, dar- 
unter auch Vertretern des NDR, einen Einblick in die Gewerk- 
schaftsjugendarbeit bieten. Mittelpunkt der Ausstellung bildete 
ein Ftlmpavillon, in dem neben den Arbeiten der DGB-Film und 
DGB-Fotogruppe auch die Filme <Es war einmal" und ~Für die 
Kinder der Welt", der besonders auf die Aktion <Wir helfen"
hinweisen sollte, für die wir am Sonntagvormittag am Maschsee- 
Nordufer anläßlich eines Jazz-Platzkonzertes eine Sammlung 
durchgeführt hatten, gezeigt wurden. 
Daß die Gewerkschaft jugend aber nicht nur tanzen und 
,jazzen" kann, bewiesen wir mit unserer Diskussionsveranstal- 
tung Im volibesetzten großen Saal des DGB-Hauses. In dieser 
Veranstaltung, die unter dem Thema ~Jugend von heute - 
Eichstädt                           rotos: I%. :nrluCn 
verträgen ist dieses Wort längst durch die Bezeichnung ~Lehr- 
lingsvergütung" ersetzt worden. Der DGB und die in ihm ver- 
einten Gewerkschaften vertreten die Ansicht, daß es sich bei 
einem Lehrverhältnis nicht um ein Erziehungs-, sondern um ein 
Arbeitsverhältnis besonderer Art handelt. Der arbeitsrecht- 
liche Charakter des Lehrverhältnisses ist durch namhafte Wis- 
senschaftler eindeutig nachgewiesen worden. 
Gewerkschaftsjugend 
sammelt für Schule 
in Afrika 
Als besonderen Beitrag der Gewerkschaftsjugend zu derAktion 
<Wir helfen" wollen die jungen Arbeitnehmer in der Bundes- 
republik mit ihren Spenden den Bau einer Gewerkschafts- 
schule im französisch sprechenden Teil Afrikas ermöglichen. 
Neben den beiden IBFG-Schuen in Kalkutta (Indien) und Kam- 
pala (Uganda) wäre sie die dritte Schule, auf der Gewerkschaf- 
ter aus den Entwicklungsländern das notwendige Wissen und 
Können für ihre schwere Aufbauarbeit erhalten. 
~Aufwärts", illustrierte Zeitung des Deutschen Gewerk- 
schaftsbundes für junge Menschen. Erscheint im Bund- 
Verlag GmbH., Köln-Deutz, Schließfach 6. Verlagsieiter: 
Wilhelm Siedorf. Verantwortlich für Inhalt und Gestal- 
tung: Hans Dohrenbusch. Tel. 83881. ~Aufwärts" er- 
scheint monatlich einmal. Bestellung durch die Post. 
Bezugspreis durch die Post vierteljährlich 1,15 DM 
einschließlich Zustellgebühr. Unverlangt eingesaAdten 
Manuskripten muß Rückporto beigefügt werden. Kupfer- 
tiefdruck: M. DuMont Schauberg, Köln. 


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