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The History Collection

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Aufwärts
Jahrgang 8, Nr. 24 (November 24, 1955)

Arbeitsschutzgesetz nur auf dem Papier?,   p. 4


Page 4

Historiker Wrgh  zu demn rgebn N, a die 
Deutschen ein sehr iriedliebendes Volk sind. 
An den 178 Kriegen, die die Welt zwischen 
1800 und 1940 erlebt hat, sind England mit 
28 v. H., Frankreich mit 26 v. H..und Rußland 
mit 22 v. H. beteiligt. Deutschland dagegen hat 
nur an 8 v. H. der genannten Kriege teil- 
genommen. 
- An diesen allerdings, wie es unserer Eigen- 
art entspricht, Sgründlich"l 
Wieder hat die Bundesrepu- 
blik einen Politiker von For- 
mat und großer persönlicher Beliebtheit ver- 
loren: Dr. Robert Tillmanns, Vizeprdsident der 
CDU und .Berlin-Minister' im zweiten Kabi- 
nett Adenauer. Ganz mit seiner Heimatstadt 
Berlin verwachsen, gehörte der 5jährige CDU- 
Politiker zu denen, die in Bonn aufrichtig für 
die Wiedervereinigung eintreten und sich eine 
profilierte eigene Meinung bewahren. 
Und solche Mönner sind schwer zu ersetzen. 
Der VerlossungsaussChuß des 
Bayrischen  Landtages  hat 
einen Antrag der Bayernpartei angenommen, 
der die Verleihung von Orden durch das Land 
Bayern  vorsieht. Der Antrag   war unter 
anderem damit begründet, daß es nicht angehe, 
daß die Bayern Snach Bonn schielen müssen, 
ob sie von dort etwa einen Orden bekommen'. 
- Gut, daß uns im Rheinland Prinz Karneval, 
dessen Herrschaft am i. 11. soeben wieder 
angebrochen Ist, solch qulender Sorgen ent- 
hebil 
einen freien ralag, haben, der nah Para- 
graph 17 den Jugendlichen zusteht, war gering 
und betrug nur 30 v. H.; weitere 20 v. H. hatten 
nur alle 14 Tage diesen freien Halbtag. Auch 
bei den Verkäuferinnen in anderen Branchen 
war es damit nicht besser bestellt; auch dort 
hatten 50 v. H. nicht einmal alle 14 Tage 
diesen freien Halbtag. Für Sonntagsarbeit, 
a-. B. in Konditoreien mit Caföbetrieb, bekam 
die Hälfte keine Ersatzfreizeit, ebenfalls die 
in Milchgeschäften Tätigen. 
halb angenommen, weil sie anderswo keine 
Lehrstelle bekommen hatten, und ein Teil der 
Stellen konnte überhaupt nicht besetzt wer- 
den. Durch die ständigen Bemühungen der 
Berufsberatung und der Berufsschulärztin aus 
Anlaß der Klassenbesprechungen wurde in 
vielen Einzelfällen Abhilfe geschafft. Außer- 
dem wurden durch den Geschäftsführer der 
Industrie- und Handelskammer die von der 
oder tragen dürfen, beachtet wird (besonders 
bei Lebensmittelverkäuferinnen.). - Zur Ver- 
meidung von Fußbeschwerden und allgemei- 
ner Ubermüdung bei stehend Arbeitenden 
müßte die Verordnung über Bereitstellung 
von Sitzgelegenheiten für das Personal In 
offenen Verkaufsstellen (vom Jahre 1900) be- 
sonders bezüglich der Jugendlichen befolgt 
werden, so daß in den stillen Verkaufastun- 
Der französischen National- 
verammlung, die sich seit 
ergebiich um die Neulassung 
es bemüht, schlug der unab. 
dnete Jean Noher vor, zu be- 
ich alle der jetzigen Kammer 
hgeordneten frühestens erst 
nächsten Wahl als Kandidaten 
,fen. Auf diese Weise könnte 
rmieden werden, daß die Ab- 
dem Wahlgesetz lediglich eine 
rslcherung" beschlössen, die 
rkommen erleichtert. 
u erwhnen, daß seine Kolle- 
santes Patent nicht abnahmen. 
Zeichnungen: Wilhelm Strehlati 
,lerten Verhältnisse 
igen geführt und voi 
der Bestimmung des 
warnt. Der Erfolg 
e     den der Jugendliche sich kurze Zeit sitzend 
r    beschäftigen darf. Sie fordert schließlich ärzt- 
ýs   liche Untersuchung aller erwerbstätigen Ju- 
g     gendlichen in den Berufsschulen durch einen 
i-    geeigneten Arzt und eine Erhöhung der Zahl 
1-    der Gewerbeaufsichtsbeamten. SIn derm evtl. 
t-    beim  Gewerbeaufsichtsamt zu   schaffenden 


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