University of Wisconsin Digital Collections
Link to University of Wisconsin Digital Collections
Link to University of Wisconsin Digital Collections
The History Collection

Page View

Aufwärts
Jahrgang 8, Nr. 6 (March 17, 1955)

Haus in Marseille,   p. 7


Page 7

in Merseille 
tm hm weN ldie L rl m u e Me: 
,a     , IM go m Eamule4, sagen die Reisenden aus aller 
Herren Ländern, blättern im Baedeker und, saugen den 
Gestank nach Wasser und Fäulnis ein, als wäre er ein 
berauschender Duft. <Sich die Winde der weiten Welt um 
die Nase wehen lassen', nennen sie das. Die drei Jungen 
dagegen haben eine andere Vorstellung vom Geruch der 
weiten Welt. Sie wohnen nämlich in diesen <schönen 
alten» Gassen. Sie wohnen hinter den Mauern mit den 
winzigen Löchern. Und deshalb verstehen sie auch gar 
nicht, warum unsere Reporterin hier fotografiert. Nun - 
Christa Peters will zeigen, wie nötig moderne Häuser sind. 
Dem ioderubKm M 5       steht aber auch in Marseille. 
Auf 36 Betonpfeilern zu je sieben Meter hoch erheben sich 
achtzehn Stockwerke (oben und unten). 1700 Menschen 
wohnen darin, jede Familie von der anderen schalldicht 
getrennt. Das Haus ist eigentlich eine kleine Stadt. Läden, 
Hotel, Kindergarten, Schule, Turnhalle, Krankenhaus, 
Restaurantt '- alles enthält es. Und von jedem Fenster 
aus blickt man auf das blaue Mittelmeer. Die Welt, von der 
die Jungen in den Elendsvierteln träumen, Das Haus sollte 
das Muster für Marseille sein. Nach ihm sollte eine neue 
Stadt mit viel Luft und viel Sonne gebaut werden... 
urd Jeerekal hßt der )     eigentlich, der 
s erbaute. Aber er nannte sich Le Corbusier. Un- 
Namen ging er in die Baugesdichte ein. Wo man 
-ner Architektur spricht, spricht man auch von 
i besuchte der Mann kene Architekturschule. 
kein Diplom. Als er mit dreizehn Jahren die 
e verließ, wurde er in ein Büro gesteckt. Aber 
ir dam   W Wä n k5   Das Haus ist einsam geblieben, Es 
entstand noch kein neues Marseille. Haus und Architekt 
fanden Feinde.<Die Stadt wird von den Unternehmungen 
dieses Architekten bedroht, schrieben die Zeitungen. 
Niemand verstand die neuen Bauformen. Teile wie diesen 
Treppenturm (rechts) aus Sihtbeton hatte es bisher noch 
n~ uInd 
Straße 
lem d. 
lamals, 
icht, in 
als id 
id dor 
rein zu 
de id 
tte sie 
schor 
.t jeder 
en sid 
nt. Er- 
,on ihr 
1 leib- 
arren. 
lleicht 
ie wir 
ý.Wir 
7an - 
fühlein 
J" dmbh 
keine 
inker, 
.e nur, 
allem 
t den 
, ver- 
[e zur, 


Go up to Top of Page