University of Wisconsin Digital Collections
Link to University of Wisconsin Digital Collections
Link to University of Wisconsin Digital Collections
The History Collection

Page View

Aufwärts
Jahrgang 3, Nr. 9 (May 6, 1950)

Ha
Der Riese und der Zauberer,   p. 14


Page 14


da 2cf¸&mce
Flimmernd lag der Sommer ¸ber London.
In Wimbledon gingen die Tennismeister-
schaften ihrem H–hepunkt entgegen.
Am Nachmittag des 30. Juni 1927 standen
sich auf dem gr¸nen Rasen in Wimbledon
zwei Spieler gegen¸ber, der eine, der Ten-
nisriese William Tatem Tilden, der Welt
bester Spieler, der schon zweimal in Wim-
bledon siegte, der andere klein, drahtig,
der ehemalige Balljunge Henry Cochet, einer
der ãDrei Musketiere' Frankreichs.
Alle Chancen standen f¸r Tilden. In den
Spielen an den Tagen vorher hatte er eine
Form gezeigt, die die Kenner hinriþ und
keine Zweifel aufkommen lieþ, daþ er Co-
chet schlagen und wiederum Sieger in Wim-
bledon werden w¸rde.
Die Zuschauer saþen Kopf an Kopf auf der
hohen Trib¸ne. Zwanzigtausend.
W. T. Tilden spielte. Es war Spiel und kein
Kampf, derart ¸berlegen war er. Alles
gl¸ckte ihm, die Spiele fielen ihm nur so
zu. Klar, sicher holte er sich die ersten bei-
den S"tze 6:1l, 6:4. Cochet vermochte keinen
ernsthaften Widerstand zu leisten.
W"hrend der dritte Satz begann, erschienen
drauþen die ersten Extrabl"tter, die ¸ber
die ersten beiden S"tze und den sicheren
Sieg Tildens berichteten. Und es war, als
wenn sie gut vorausgesagt h"tten, denn
schnell stand es im dritten Satz 5:1 f¸r Tilden.
5: 1 im dritten Satz f¸r Tilden i Was konnte da
dem routinierten Amerikaner noch passieren?
Zwei gute B"lle noch, und er hatte Cochet
mehr als ¸berzeugend geschlagen. Und
30:15 stand schon das n"chste Spiel f¸r Til-
den. Ein Teil der Zuschauer war auf dem
Wege, das Tennisstadion zu verlassen.
Doch ein Raunen ging durch die Menge,
daþ, die, die beim Aufbruch waren, zur¸ck-
kehrten und blieben, denn Tilden kam
noch nicht zum Siegball. Cochet sammelte
pl–tzlich Punkte, es war, als sei er erwacht,
als sei ein Druck von ihm gewichen, er
spielte so stark, daþ er sechs Spiele hinter-
einander machte und den dritten Satz 7:.5
gewann. Es stand nun 2:1 S"tze f¸r Tilden.
Cociet hatte sich gefunden, er, der bisher ein
Sch¸ler des langen Yankees schien, parierte
nun jeden Ball. Keinen Fuþbreit Boden gab
er mehr ab. Tilden, der Weltmeister, f¸hlte
sich nicht wohl, er konnte nicht verstehen,
was mit seinem Gegner vorgegangen war,
der so m¸helos, so selbstverst"ndlich spielte.
Tilden kam auþer Fassung, er ¸bergoþ
sich mit Wasser, trank eine Menge Gl"ser
Tee, wechselte den Schl"ger. Das Unaus-
denkbare wurde Ereignis - Tilden machte
Fehler.
Cochet spielte und sammelte Punkte und -.
gewann den vierten Satz 6:4. Cochet hatte
ausgeglichen. Zwei S"tze beide, der f¸nfte
und letzte Satz muþte die Entscheidung
bringen.
Es war bitterste Wahrheit. Der Tennisriese
wankte. Cochet hatte ihn in seinen Grund-
festen ersch¸ttert. Es war unbegreifbar: W.
T. Tilden sein, seine S"tze ¸berlegen ge-
winnen, im entscheidenden Satz vor dem
Siegball stehen und nun am Rande einer
Niederlage.
Das Verhalten der Zuschauer war muster-
g¸ltig.
Dann der dritte Satz, noch einmal zitterte
die Waage, als Tilden 3:2 in F¸hrung gehen
konnte. Doch die Zuschauer f¸hlten, daþ
Cochet nicht mehr zu schlagen war. Cochet
spielte klar und sicher, er wirkte wie ein
Zauberer, der alle B"lle auf sich zog, der
jederzeit Herr seiner Nerven und seines
Sieges sicher war.
Hoch wirbelte der Schl"ger in die Luft.
Das Gl¸ck des Mannes aus Lyon war un-
beschreiblich. Das Ziel war erreicht, aus
dem Balljungen aus Lyon war der Bezwin-
ger des gr–þten Tennisspielers der Welt
geworden. Von da an nannte man ihn
,Zauberer'.
W. T. Tilden sind an diesem Tage die Ner-
ven gerissen, er war nun auf einmal nicht
mehr der Un¸berwindliche. Er, der gr–þte
Tennisspieler der Welt, hatte seinen Mei-
ster gefunden. Bleischwer waren seine F¸þe
und einer Maske gleich sein L"cheln, als
er an diesem Tage vom Platze ging.
Der Kampf Tilden--Cociet war zu einer der
gr–þten Sensationen in der langen, einzig-
artigen Geschichte Wimbledons geworden.
Ein Kampf, einpr"gsam, voller menschlicher
Tragik und voller menschlichen Gl¸cks.
Schon in den Abgrund der Niederlage ge-
stoþen, hatte Cociet sensationell und ¸ber-
raschend den Weltmeister geschlagen.  Ha.
134 000 Zuschauer sahen in Glasgow, der,
Hauptstadt Schottlands. das Fuþball"nder-
spiel Schottland - England, das von Eng-
land 1:0 gewonnen wurde.
Wer schlechte Schulaufgaben macht, wird
sonntags nicht aufgestellt, to macht es
die Leitung des SC Charleroi (Belgien)
mit den Spielern der Scdi¸lermaniasdhaften.
Zu Ostern faind in Wien ein Fuþball-
turniier statt. an dem neben drei Wiener
Mannschaften die jugoslawische Mann.
schaft ãRoter Stern' teilnahm. Rapid Wien
und Simmering- standen sich im ersten
Treffen gegen¸ber. Die Rapidler wollten
ihre erste Mannschaft zum Spiel gegen
.Roter Stern schonen und stellten gegen
Simmering ihre komplette Ersatzmann-
schaft Mis Feld. Aber das Publikum machte
hier nicht mit. Sie st¸rmten das Spiel.
feld und bem"chtigten sich des Balles und
forderten, d5> die erste Man nschaft dles
PC äRapid' das S peiebestreite. F¸r ihr
Bintrtgeld, konntena sie das %erlangen,
t4iah 15, Minuten )Fuþball-Rev~olution trat
die erste Mlan¸schatft- ins Spielfeld. Sie
gewann dainn, gegen Slmwerling 7: 0 und
am Tae daach ggen.Roter Sterna 21.~
Ven den rund 00 Vereinen der Obeklga.
Ist keiner mehr ungeschlagen.
Die sowjet.russische Leichtalthletin Klaudle
rotchenov.& wirft die Kugel 146 in. Das~
bedeutet Weltrekord.
Die -Ostzonen - Pufiballmeistersc:haft e
w&ni die Mannschaft ZSG Hordh Zwi&&kai
mit eilnen 5 -1 -Sieg, ¸ber Drse-re-
-Wir bringen nbptbneuGshl~s
zuselet S~rtrt4die ki ,   1s<t
-#Oinn von o,     lHnbI.Sii~
turt oer ndfHrea s, ensites
PiKlubbeftris
der .Ti4iea
StiL als ein Arbeitei
-im fahre vetdieule 12
der Ja1uze1.,we0es
bhi In Akbeit5rkfe1se
zeit Tennis gespielt
nicht In dem h<ak1 d
5port'verdlent Des 1
Tetids Iminr noch ei
ist. denn wer ep ri
aus¸ben wfll< 4rbrai
rilsturig viele< viele
sehr viel Geld koste
die Verh"ltnisse lied
*np4 der besseren
a4 der Serieshersti
sur**nngen Ist das
4en Jugend
nu audi< daþ
- äaus 


Go up to Top of Page