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Nationale Front des Demokratischen Deutschland / Weissbuch über die amerikanisch-englische Interventionspolitik in Westdeutschland und das Wiedererstehen des deutschen Imperialismus
([1951])

3. Widerstand in Westdeutschland,   pp. 189-200 PDF (690.6 KB)


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wendigkeit der Erhaltung des Friedens und der Bekampfung der Kriegsgefahr
zu
iuberzeugen. Regierung und Volk kimpfen in edner Front - beide mit Anspannung
aller Krafte - fur den Frieden.
Au!ruf zum nationalen Widerstand
Schon anlIBlich der am 19. September 1950 auf der New-Yorker Separatkonferenz
der Westmachte gefaBten Beschlisse, die zwecks Vorbereitung dels amerikanischen
Krieges die Remilitarisierung Westdeutschlands und wesentliche Verstarkung
der in
Westdeutschland stationilerten Truppen der imperialistischen Machte vorsahen,
hatte
die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik das deutsche Volk zum
na~tio-
nalen Widerstand gegen die Kriegsdrohung aufgerufen. In dem Beschlul3 des
Mini-
sterrates vom 21. September 1950 heiMt es unter anderem:
.Die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik ruft das deutsche Volk
und
insbesondere die Bevolkerung in Westdeutschland auf, den nationalen Widerstand
gegen Remilitarisierung und Aggression zu entfalten ... um dem deutschen
Volk
Frieden und Einheit zu sichern. Ein Krieg wire das Ende unseres Volkes. Wir
aber
wollen leben und aufbauen ffir eine besseie Zukunft in Frieden und Freundschaft
mit allen Volkern.u
3. Widerstand in Westdeutschland
Arbeiter und General
In Westdeutschland vereinigt der Widerstand gegen das Verbrechen der Remilitari-
sierung und der Vorbere'itung eines dritten Weltkrieges die deutschen Friedens-
freunde und Patrioten aus allen Kreisen der Bev6lkerung und mit den unterschied-
lichsten Weltanschauungen. Diese Front des Widerstandes gegen Remilitarisierung
und Krieg reicht vom Arbeiter bis zum General des zweiten Weltkrieges, der
sich
der Verantwortung fur den Frieden und die Zukunft des deutschen Volkes bewuBt
geworden ist. Hinter den aktiven Kampfern gegen Remilitarisierung und Krieg
steht
die groBe Mehrheit der Bev6lkerung, die den Frieden ersehnt und den Krieg
haBt.
Sie verfolgt mit wachsender Beunruhigung und Erbitterung, wie entgegen dem
klaren Willen des Volkes die Remilitarisierung mit Riesenschritten vorwartsgetrie-
ben wird, wie die deutschen Imperialisten und Militaristen ihr Haupt erheben
und
mit zunehmendem EinfluB frecher und unverschamter werden.
Sogar diejenigen westdeutschen Zeitungen, die - ob aus eigenem Antrieb oder
unter Zwang, sei dahingestellt - die antideutsche Politik der Adenauer-McCloy
vertreten, sehen sich genotigt, wenigstens gelegentlich der Beunruhigung
und Er-
bitterung, der wahren Stimmung der Mehrheit der Bev6lkerung Raum zu geben.
Viele dieser Verbffentlichungen bestatigen den Friedenswillen der groBen
Mehrheit
des deutschen Volkes. Aus vielen von ihnen, vor allem aus den Zuschriften
der
Leser, sprechen die vielfaltigen Gruinde, aus denen einfache, ehrliche Menschen
die
Politik der Remilitarisierung und des Krieges ablehnen und sich fur den Frieden
entscheiden.
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