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The History Collection

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Aufwärts
Jahrgang 8, Nr. 5 (March 3, 1955)

Canzler zeichnet für Aufwärts Kuriositäten aus aller Welt,   p. 8


Page 8

wurden. Sie kamen aus Enl 
Dänemark, Norwegen, Ameri 
einige Häuser errichtet, bis 
Grunde, wo einst d 
zum Programm er 
d, Frankreich, Schw 
und aus Israel Es w 
un zwar nicht der 
Lehrpersonals' der kommenden deutschen Streitkräf 
men   werden solle. Die Mittel zum Ausbau der haibfertige 
je   Reit- und Schwimmhalle werden gegebenenfalls von de 
in   hierfür zuständigen Stellen aufgebracht werden. - 0 
us    diese Mittel zehn- oder fünfzigmal so hoch sind, als de 
ne    Ausbau des Friedensdorfes erfordern würde, diese Fes 
nd    stellung wollen wir den Statistikern überlassen. Fes 
In-   stellen wollen wir hingegen in aller Bescheidenheit un 
,n    Deutlichkeit, daß die Liquidation des Friedensdorfes au 
n,   der einen Seite und der Ausbau der Ordensburg auf de 
en    andern Seite mehr miteinander gemein haben, als di 
le   bei oberflächlicher Betrachtung den Anschein hat.  K. F 
Ihr wißt ja, daß ich die kleine Einleitung unserer ~Aus- 
kunft' gern benutze, um Euch mal mein <Herz auszu- 
schütten'. Darf id? Es muß heraus: Der Rummel, den die 
deutsche Presse in der letzten Zeit um den Schah und 
Soraya von Persien aus Anlaß ihres Besuches in der 
Bundesrepublik veranstaltet hat, diesen Rummel finde ich 
- Verzeihung! - zum Kotzen. Wenn das Privatleben des 
persischen Herrscherpaares dabei nicht immer in der takt- 
vollsten Weise zur Befriedigung des Unterhaltungsbedürf- 
nisses deutscher Kaffeetanten und Backfische .ausgeschlach- 
tet» worden ist, so könnte man darüber noch die Achseln 
zucken. Schlimmer ist diese Sache, weil unser Publikum 
so eindringlich und ausschließlich den Glanz der persischen 
Monarchie widerspiegelt bekommen hat, daß es schließlich 
daraus schlußfolgern muß, auch das persische Volk lebe in 
so glanzvollen Verhältnissen. Ich kenne keine nennens- 
werte deutsche Zeitung, die über den Druck der Militär- 
diktatur auf das persische Volk berichtet hat, über die 
Konzentrationslager und Erschießungen, über die Beseiti- 
gung echter Pressefreiheit und die Mißachtung der Demo- 
kratie in Persien. Statt ein paar mutige Worte zu finden, 
waren und sind die deutschen Verleger bemüht, mit dem 
- gewiß charmanten - Lächeln Sorayas ihre Auflagen zu 
verbessern. - So, jetzt seid Ihr an der Reihe! 
Freundliche Grüße von Thomas. 
Frum augebchlossen 
Aus Ingolstadt schreibt uns Frau Hilde G.: .Ich fühle mich- 
noch jung genug, um stets den »Aufwärts« zu lesen. Darf
ich ihn jetzt mal um seine Meinung bitten? (Ja.) Kürzlich 
hat der Betrieb, in dem mein Mann arbeitet, ein Betriebs- 
fest veranstaltet. Die Frauen der Belegschaftsmitglieder 
waren davon ausgeschlossen. Mein Mann hat aber auch 
gesagt, er hätte mich nicht mitgenommen, wenn es auch 
gestattet gewesen wäre. Ein Betriebsfest diene dazu, den 
einzelnen Leuten des Betriebes Gelegenheit zu geben, sich 
auch einmal persönlich kennenzulernen. Das geht doch 
nicht! Wir sind erst zwei Jahre verheiratet und schon 
macht er solche Sachen.* 
Nein, das geht auch nach meiner Meinung nicht Ich halte 
diese Betriebsfeste sowieso für eine zweifelhafte An- 
gelgenheit. Der Betrieb raubt den Menschen schon einen 
so bedeutenden Teil seines täglichen Lebens, daß er nicht 
auch noch in den privaten Bereich einzubrechen hat. Ein 
Betriebsfest, von dem die Ehefrauen ausdrticklldh aus- 
geschlossen sind, halte ich überhaupt nicht für tragbar. Es 
führt, wie wir ja auch an Ihrem Fall sehen, nur zu Miß- 
trauen und Verstimmungen in der Ehe. Sprechen Sie noch 
einmal in Ruhe mit Ihrem Mann darüber. Sagen Sie Ihm 
doch auch, daß Betriebsteste - wenn Oberhaupt - nur 
dann einen Sinn haben, wenn sie zum Beispiel den Ehe- 
gatten der Betriebsangehörigen ermöglichen, dessen Kol- 
legen und Kolleginnen kennenzulernen. 
Ist schon lange her 
Endlich mal wieder eine Frage, zu der ich nicht meine 
Meinung, sondern die anderer Leute wiedergeben kann. 
Egon Schneider in Bielefeld will folgendes wissen: Wie 
alt ist eigentlich die Sprache, ich meine, wann haben Men- 
schen begonnen, sich durch Laute zu verständigen?» 
Die Wissenschaft behauptet, daß eine Sprachentwiclung 
bei den Menschen etwa 480 000 Jahre v. Chr. begonnen 
hat. Ist schon lange her, was? Wenn Du Dich übrigens 
sehr für Ur-,und Frühgeschichte interessierst, dann geh 
doch einmal in eine Buchhandlung und laß' Dir ein gutes 
popullrwissen*_aftliches Buch darlber empfehlen. 
n w- 
Canzler 
zeichnet 
fi0r 
Aufwärts 
Kuuiositäten 
aus 
en Wochen sind wieder mehrere Zustimmungs- 
serem Plan eingegangen. Zwei besonders er- 
dchte ich Euch nicht vorenthalten: 
Vorschlag, einem 
et eine wissensch 
ungen Menschen aus kolo- 
tliche oder tecische Aus- 
Kolleginnen und Kollegen 
; Bergbau einverstanden' 
Brief von Evamarie Brals- 
allr 
weit 


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