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Jahrgang 8, Nr. 4 (February 17, 1955)

...Wichtiger als Panzerdivisionen,   p. 3


Page 3

ýr Militärforschung und Bundesbürgschaften 
jsindustrie. Als Nachrichtenquelle gilt das 
Hauptquartier in Heidelberg. Die Bundes- 
t dagegen die Zahlen als Phantasiegebilde 
igert gleichzeitig eine genaue Aufklärung, 
.auf ein Recht haben. 
10 v.H. de 
zumutbar. 
betragen d 
ausschließen. Weil 'das so 
andesbezirksjugendkonfe- 
und Mitglied des Sicher- 
Fritz Eschmann und eine 
Ereignis waren schließlich 
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3-Eschmann' bekannte, daß 
bekannte auch, daß er mit 
olk und Vaterland in den 
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ihn Erfahrungen in Front- 
en, einen Wehrbeitrag ab- 
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ständige halten einen Abzug von 
oduktes für Verteidigungszwecke für 
tärausgaben im Nationaleinkommen 
Belgien 
Dänemark 
Italien 
Frankreich 
USA 
2,4 v. H. 
1,9 v. H. 
3,1 v.H. 
5,4 v. H. 
6,0 v. H. 
Deutschland soll also-bei der Zerstörung seiner Städte, bei 
seinem Flüchtlingselend, bei seinen Ausgebombten, Kriegs- 
hinterbliebenen und Rentnern höhere Belastungen tragen. 
Er sprach 
. . . so gesehen, rücken die Lösungen der Probleme der 
40-Stunden-Woche, dles Mitbestimmungsrechts, der Sozial- 
, denn er weiß, was <Wehr- 
kieß und was ~Krieg" und 
Nur ein Diskussionsredner gab zu bedenken, daß unsere 
Freiheit schließlich verteidigungswert sei. Er vergaß frei- 
lich dabei zu sagen, wo letzten Endes die Freiheit bleibt, 
wenn sie zu ihrer Verteidigung erst aufgehoben werden 
muß. 
Bei diesem Stand des einen Problems der deutschen Gegen- 
wart verabschiedeten die nordrhein-westfälischen Dele- 
gierten im Verhältnis 85 zu 7 diese Entschließung: 
.Die Gewerkschaftsjugend hat sich in ihren Leitsätzen 
unter dem Eindruck des furchtbaren Zusammenbruchs von 
1945 die Bekämpfung jeglicher militaristischer und natio- 
nalistischer Tendenzen zur unabdingbaren Aufgabe ge- 
macht. 
Aus den drei nachstehenden Gründen lehnt sie den Wehr- 
beitrag darum ab: 
1. Weil der Wehrbeitrag die Wiedervereinigung für lange 
Zeit unmöglich macht; 
2. weil der Wehrbeitrag eine Gefahr für die demokratische 
Entwicklung unsres Volkes ist; 
3. weil der Wehrbeitrag unsere soziale Sicherheit ge- 
fährdet. 
Damit distanzieren wir uns eindeutig vom »Ohne-mich- 
Standpunkt«. 
Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen, die es 
mit der Freiheit und dem Frieden ernst meinen und ihre 
Stimme hierfür erheben. 
So sehr wir in dieser Frage die Unterstützung eines jeden 
einzelnen begrüßen, lehnen wir jedoch eine solche der 
Komnnunisten auf Grund ihres Verhaltens in der Sowjet- 
zone ab." 
Zum zweiten Problem der deutschen Gegenwart, der sozia- 
len Sicherheit, berieten die Kollegen in Moers an der 
Moerse eine echte Begabtenförderung, eine Neuordnung 
des Berufsschulwesens, die -Erholungsfürsorge, ein Laden- 
schlußgesetz, natürlich das Jugendschutzgesetz und viele 
andere nicht aufzählbare Einzelfragen. 
VorsitzUde" n ft.af 
reform, des Streikrechts, des Jugend- und Frauenschutzes 
und andere sozialen Aufgaben in weite Ferne. 
Wehrbeitrag wird nach Berechnungen ehemaliger 
stäbler 1,5 Million Menschen einer produktiven 
t entziehen. 
orbereitete und 
vacht durch bös 
atenverbänden 
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nde Ergreifung 
in 750 bundes- 
br eines mili- 
Wieder 
Die Diskussion war freimütig. Sie war leidenschaftlich. 
Und sie war sachlich. Die Konferenz war ein Muster demo- 
kratischer Meinungsäußerung und Meinungsbildung. Das 
empfand ich. Aber das empfanden auch alte, in der Demo- 
kratie erfahrenere Gewerkschafter als ich. Zufällig wurde 
ich ungewollt Zeuge eines Gesprächs. Am Abend des ersten 
Konferenztages verabschiedeten sich zwei ergraute Moer- 
ser Männer voneinander, Und der eine sagte dabei: <Es 
sind Nachfolger für uns da. Auf die Diskussion war ich 
gespannt. Sie ist erstaunlich sachlich verlaufen. Es wurden 
keine Phrasen gedroschen." Und weiter sagte der Mann: 
.Uber die Probleme habe ich mir auch schon oft Gedenken 
,r kon 
MdB - I    Imaln 


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