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Aufwärts
Jahrgang 5, Nr. 22 (October 30, 1952)

Sollen den Mund halten,   p. [1]


Page [1]

Gespräch auf dem Rück- 
flug vom DGB-Kongreß 
abzeichen trug er noch am Rockaufschlag. 
Nachdem wir eine Weile geflogen waren, begann ich ein 
Gespräch und fragte ihn: 
.Wie gefiel es dir in Berlin?« 
Er überlegte eine kurze Weile und fragte zurück: 
,Meinst du den Kongreß oder Berlin als Stadt?' 
.Ich meine den Kongreß.» 
Wir zündeten uns eine Zigarette an. Nicht fließend, stück-
weise, nach den rechten Worten suchend, begann er dann zu 
sprechen: <Beides war für mich zum ersten Male. Besuch in 
Berlin und Gast auf einem Bundeskongreß. Von der Stadt sah 
,,. tu0V0,ehkti tt.undwn.dn nrzraedlce        tne 
sagen können: Tut doh was rangt docn  i"1 
gesprochen auf der Jugendwoche in Gladbeck, w 
gens, welche die Herren Obermeister so In Ha 
ten. Es sei schon viel zuviel getan worden, mei 
auf die Versammlung der Obermeister der Kreis 
schaft Gladbeck: <Vielleicht wird festgestellt, d 
same Gebrauch, der von der Freizeit gemad 
Jugend nur erschöpft. Sie ist besonders mon 
sprochen müde... Das Handwerk will einen 
haben, der nicht nur im Sport Höchstleistungen 
52   Johrgong 5 * Preis 15 ,Wnig. Nummr «22 
rn auch in der viel lebenswichtigeren Arbeit. Die Hand- 
rksjugend soll kräftig und fest sein, ausdauernd in Hitze 
d Kälte, durch Arbeit geschult, stolz auf das fachliche Kön- 
, mit dem sie in die Welt hinausgeht. Dazu ist erforder- 
, daß endlich die Politik des jammernden MitleidS In 
n Fragen der Jugend aufhört.' Und: .Die Arbeitsanforde- 
ien in den Betrieben, die die Bestimmungen des Jugend- 
utzes beachten, sind niemals soi daß die Jungen und Mäd- 
en davon erschöpft sein können...» 
. die die Bestimmungen beachten*, schreibt das <Nord- 
stfälische Handwerk*. Und was ist mit den Betrieben der 
Diee r ute,     Gladbecker Ober- und anderen Meister, die die Jugend- 
raren es übri-    schutzbestimmungen nicht beachten? Die scheint es
ja - 
nisch brach-     siehe <Nordwestfälisches Handwerk0 - auch zu geben.
Aber 
inte kurz dar-    davon spricht man nicht. Ein gutes Vergessen ist ein sanftes
ýshandwerker- 
I.R d.r.. ,   Ruhekissen ... 
ht wird, die 
mtags ausge- 
n Nachwuchs 
erzielt, son- 
Dann werden wir also doch noch etwas sagen und schreiben 
müssen, du und ich und der Kollege Braukmann und der 
Pater Leppich. Trotz Unkenntnis von fünfzehn ausgewählten 
Liedern ...                                       hst. 
lc.. aum ertwa, una wenn,. aani 
Auf dem Kongreß habe ich kei 
war mir neu, die Stimmung und 
gefangen. Offen gesagt- ich 
verstehen, warum ich neugierig 
erst seit drei Jahren Gewerksch 
habe ich darum Sensationen er 
was seit Monaten in der Presse 
wurde. 
Und da alles ganz anders gew 
großes Erlebnis für mich. Es ga 
ging nicht um Personen, jede 
sachlich wurde über alle Frage 
man bei jedem Redner, wie 
lagen, wie er einen Beitrag le 
zu dienen. Es gab nichts, was a 
Wie sicher bewegten sich die 
oder jung, es waren 27 Delegie 
gleich sicher und bewußt. U 
Meinung und gab ihr auch Au 
berechtigter. 
Und es hat mir sehr viel Freude 
die Kollegen, die aus den Bet 
traten und ihrer Meinung Ausd 
Imponierend war die Offenhe 
Und Offenheit ist ja Stärke. C 
erwartet, daß das in Berlin so se 
über Taktik, Ziele und Führung 
nur, daß die Gewerkschaften 
abgehen. 
Sieh, in Berlin habe ich erstmi 
davon bekommen, wie geschl 
sächlich sind. Wohl gab es Mei 
Sache, und es ist gut, daß es 
wir keine demokratische Org 
Anzeichen, es fiel kein Wort, 
Einheit der Gewerkschaften wär 
Es ist eigentlich schade, daß 
Kollegen den Ablauf eines Gew 
können. In Berlin offenbarten s 
heil der Gewerkschaften, offen 
wortungsbewußtsein der ehren 
näre, offenbarte sich der demc 
Geist dieser Organisation.' So 
Rechten. Er sagte noch manche 
zum 2. Bundeskongreß des De 
habe ich hier niedergeschrieben 
sagen können. 
Sollen den A 
Ich habe ein schlechtes Gewis 
der Obermeister der Kreishand 
mit aller Entschiedenheit, daß 
und der Jugenderziehung... L 
in ihrem Leben auch nur einei 
Lebensberuf ausgebildet habe 
Handwerk» Nr. 6 vom 15. 6. l 
Die Obermeister von Gladbeck 
daß ihre Stimme in Fragen des 
erziehung gehört wird, haben 
zwanzigkommaachteindrittel Ge 
sie werden in kurzem - man 
übriges tun, sie werden sich s 
becker Handwerk wird künftig 
fünfzehn ausgewählten Liedern 
zur Gesellenprüfung beherrsdi 
l eistungen der Gladbecker übe 
Geschichte der Sozialpolitik e 
Freunde, haben ein schlechtes 
Vorbei ist es mit unserem Recht 
im Aufwärts zu schreiben. Nid 
Jungen zu einem Lebensbesuf 


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