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Jahrgang 5, Nr. 11 (May 29, 1952)

Die Ruhrfestspiele 1952,   p. [7]


Page [7]

.  Junge wollte es nlit glauben. 
Wi   :s Bozen in Südtirol?' Er machte ein Gesicht, 
r   s sei sein kaum beschwichtigtes Mißtrauen wie- 
5 , [r wach geworden. 
ýeit, aus Südtirol.' Ich stieg in den Wagen. Auf 
uni dersehen!' 
] ý  f Wiedersehen", sagte der Junge, und er ging 
I&i t  er. 
U   dem Hut grüßen, das hätte er nicht gekonnt, 
N LIst wenn er es gewollt hätte, denn er hatte 
ni-  len. Aber ich sah einen Zipfel seiner Mütze 
.eeinem Ranzen. Sein braunes Haar war staubig 
nd der Landstraße und hart von der dörrenden 
ne. 
le  stopfte mir erst noch meine Pfeife, zündete 
lee  an, betrachtete den Jungen, der davonging, 
Sb  . dann betrachtete ich mir diese Landschaft. 
d e eines von alters her gehegten und gepfleg- 
ere  Landes! In den schattigen Winkeln der Dörfer 
;n  iden Steinheilige des fränkischen Barocks. 
le 1STüren mit geschwungenen Ornamenten sah 
iý-.  da; braungrüne Moose in den Ritzen der 
ine t rfassungen; auf dem Giebel eines Hauses 
,I  ten Störche ihr Nest. Ich kam von großen 
Inn ,rderungen, lange Zeit war ich nicht in Deufsch- 
re  rd gewesen. Wie gut war es, das alles wieder 
id  .ehen und diese Sprache zu hören! Es tut manch- 
ei fast körperlich weh, ein ganzes Jahr lang 
ne u die Sprachen anderer Völker zu hören. 
ei fuhr langsam an, überholte den Jungen, der 
eier wandern als mit mir fahren wollte. Fünf- 
Sin Jahre mochte er alt sein. 
a aber kehrte er sich um, er hob die Hand. 
N un?" 
Was haben Sie vorhin gesagt?" 
Allerlei. Ich kann mich nicht mehr erinnern." 
So', sagte der Junge, und er zog unwillig die 
1 genbrauen zusammen. SDann auf Wieder- 
ehen."  . 
Auf Wiedersehen", sagte ich. 
Haben Sie nicht vorhin gesagt, daß Sie mich mit- 
ehmen wollten?' 
Ja -, jetzt besinne ich mich auch, daß du gesagt 
ast: Nein, danke.' 
Bitte, fragen Sie mich noch mal', sagte der Junge 
it einem ernsthaften Gesicht, aber in den Win- 
ein seiner Augen lachte irgend etwas, wie man 
s manchmal bei Hunden sieht, wenn sie sehr er- 
itzt sind und die feuchte Zunge hängen lassen. 
Gut. - Willst du mitkommen?' 
Ja, danke', sagte der Junge, und er stieg ein. 
Leg deinen Ranzen nach hinten zum Gepäc." 
Ja, danke", sagte der Junge, und er tat, wie ihm 
eheißen war. 
un fuhren wir eie ganze Strecke schweigend 
ebeneinander her. Id enttäuschte den Jungen 
ohl, ichde fuhr recht langsam; ich war so glücklich, 
o eingehüllt in diesen warmen Frühlings-Spät- 
achmittaq im Obermaintal. 
[er einmal 
t Pfötden 
mit seinen1 
sit n ,u 
Vor Coburg trafen wir einen kühlen Abendwind. 
Es wurde schneWdunkel. 
.Jetzt wird es dunkel', sagte der Junge. SIch 
möchte aussteigen." 
.Willst du denn hier schon übernachten?" 
.Ja, irgendwo.' 
Der Junge nahm seinen Ranzen. Ich hielt den 
Wagen an. 
SDu hast sicher noch einen weiten Weg. Ich 
nehme dich gern eine Stunde oder zwei mit." 
,Ich bedanke mich für die Fahrt', sagte der Junge, 
und er stieg aus, ohne mir die Hand zu reichen. 
nzusehen", 
Junge streitsüch- 
an ungeschliffene 
Fast mußte 
e flammend 
Veg von    die vom 13. Juni bis 3. A 
d bergig   stattfinden, gehen im d 
eit durch 
rauf, daß  stehens wiederum einen 
den diesmal ihr Theate 
mit eigenen Inszenierung 
Brillan-  letzten Aufgabe, Anregu 
praktischen kulturellen 
ich über  Zeit zu geben, besser ger 
le Frage-  Zur Aufführung gelange 
Inszenierung von Boles 
aulscher  Maß" unter der Regie vor 
ch wohl   sind noch einmal davong4 
Benl»      tung von Karl-Henz Strc 
flne auf, 
aaßte das  Namhafte Künstler aus d 
eure Be-   wurden für die Mtwirku 
Prnormm vron HauPtInar 
und Beiträge zur 
itung in unserer 
Serden zu können. 
e Weber" in der 
Barlog, Maß' für 
dnein Rucksackl" 
t. Meine Eltern 
ob du Gott weiß 
die Landstraßen 
ei" rief der Junge 
vas ih versprocben 
versprochen, 
im Auto mi 
ýrsprodienl r 
bis zu 
ein-Westfa 
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DIE RUHRFESTSPIELE 195.2 


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