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The German Studies Collection

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Brecht-Jahrbuch 1977
(1977)

Müller, Klaus-Detlef
Brechts Me-ti und die Auseinandersetzung mit dem Lehrer Karl Korsch,   pp. 9-[29]


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Anmerkungen 
Der vorliegende Aufsatz ist die erweiterte und iiberarbeitete Fassung eines
Referats, 
das ich im November 1976 auf dem 4. Kongrefg der Internationalen Brecht-Gesell-
schaft in Austin/Texas gehalten habe. 
   i Brecht an Karl Korsch, Svendborg, wahrscheinlich 1937. Zit.: alternative
 105/1975: Brecht/Korsch-Diskussion, S. 247. 
   2 Ebd., S. 248. 
   3 Mý Ti des Sozialethikers und seiner Schiiler philosophische Werke
zum ersten 
 Mal vollstiindig iibersetzt, mit ausfihrlicher Einleitung, erliuternden
und textkriti- 
 schen Erkiarungen versehen von Professor Alfred Forke (Berlin, 1922). Ein
Exemplar 
 dieser Ausgabe mit zahlreichen Anstreichungen befindet sich in Brechts Bibliothek
 im Brecht-Archiv. 
   4 Forke, S. 67 f., 73 f. - Helwig Schmidt-Glinders' Untersuchung der Anstrei-
 chungen Brechts in Forkes Ausgabe des Me Ti (Mo Ti und Bertolt Brechts )Buch
der 
 Wendungemn. In: Mo Ti, Gegen den Krieg. Aus dem Chinesischen iibersetzt
und 
 hrsg. von Helwig SchmidtGlinders [Diisseldorf/K6ln, 1975], S. 154-178) macht
 deutlich, daf Brecht keine Aussagen Me Tis direkt fibernommen, sondern sich
mit 
 ihnen jeweils kritisch im Horizont neuer Fragestellungen auseinandergesetzt
hat: 
 das Me Ti war also nicht Vorlage, sondern Anregung und lediglich formales
Muster. 
 Ubrigens erwiahnt Schmidt-Glinders (S. 162), dag sich in Brechts Exemplar
des Me 
 Ti auch Anstreichungen und Randbemerkungen von Korsch finden. 
   5 Me Ti war ein Antipode und Rivale des Konfuzius, was Brecht bei seiner
guten 
 Kenntnis der chinesischen Philosophie sicher nicht entgangen ist. Die Verbindung
 des Widerstreitenden (Me Ti und I-Ching) unterstreicht den eklektischen
Charakter 
 der chinesischen Einkleidung. 
   6 Zitatangaben im Text nach: Me-ti/Buch der Wendungen. In: Bertolt Brecht,
 Gesammelte Werke, Bd. 12 (Frankfurt, 1967). 
   7 Vgl. BBA 134/12, wo als Inhaltsangabe u. a. genannt ist: ,,einfiihrung
neuer 
begriffe, umwendung der alten<,. 
   8 Zit. nach Archiv des Berliner Ensembles 1334/45 und 1444/19. 
   9 Wolfdietrich Rasch, Bertolt Brechts marxistischer Lehrer. In: Merkur
i88 
(8/1963), H. io, S. 988-1003. 
   so Vgl. besonders: alternative 41/1965: Karl Korsch - Lehrer Bertolt Brechts.
Aus 
dem unveroffentlichten Nachlafl; Rasch (a.a.O.); Klaus-Detlef Muiller, Der
Philo- 
soph auf dem Theater. Ideologiekritik und ,Linksabweichung, in Bertolt Brechts
,Messingkauf,. In: Text und Kritik. Sonderband Bertolt Brecht I (1972), S.
45-71; 
Reiner Steinweg, Das Lehrstuick. Brechts Theorie einerpolitisch-isthetischen
Erzie- 
hung (Stuttgart, 1972), besonders S. iio ff.; Franco Buono, Bemerkungen fiber
Marxismus und Geschichte bei Bertolt Brecht. In: F. B., Zur Prosa Brechts
(Frank- 
furt, 1973), S. 92-120; Jan Knopf, Bertolt Brecht. Ein kritischer Forschungsbericht
(Frankfurt, 1974), S. 149-164; alternative 105/1975: Brecht/Korsch-Diskussion;
Heinz Briiggemann, Literarische Technik und soziale Revolution. Versuche
iiber das 
Verhiiltnis von Kunstproduktion, Marxismus und literarischer Tradition in
den 
theoretischen Schriften Bertolt Brechts (Reinbek, 1973), besonders S. 117-138;
ders., 
Bert Brecht und Karl Korsch: Fragen nach Lebendigem und Totem im Marxismus.
In: Jahrbuch der Arbeiterbewegung. Hrsg. von C. Pozzoli, Bd. 1/1973: Uber
Karl 
Korsch, S. 177-188. 
   ii Die These von der Korsch-Legende wurde von Ingeborg Miinz-Koenen 
(Brecht im Spiegel westdeutscher Publikationen. In: WB 15/1969, S. 123-147)
und 
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