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van Dijk, Maarten (ed.) / Helene Weigel 100
(2000)
Thomson, Philip
Zweifel -- Fragen -- Vorschläge: Bertolt Brecht anläßlich des Einhundertsten, pp. 455-457
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Book Reviews
fend, vergleicht Peter Yang die Sticke von Brecht und Li Xingdao grund-
sitzlich und ausschlieglich mit dadurch gewonnenen, selbstandigen, for-
mal-5isthetischen Kriterien. Er unterscheidet Dramatisches und Theatrali-
sches und weist nach, wo, in welchem Umfang und mit welchen Konse-
quenzen fOr eine Interpretation der jeweilige Text eher der einen oder der
anderen Kategorie zugesprochen werden sollte. Dabei stellt er Gemein-
sames fest, das von der klassischen Form des europdischen Dramas ab-
weicht und bei Brecht in die Theorie und Praxis des epischen Theaters
einfliegt. Erzahl- und Zeitperspektiven spielen in dieser Darstellung die
hauptsdchliche Rolle und werden gewissenhaft festgemacht und beschrie-
ben. Ein abschliegendes Kapitel sinniert mit vielen Beispielen darober, in
welchem Umfang ,,das Lyrisch-Musikalische" der theatralischen oder eher
der dramatischen Ebene zuzuschlagen ist. Ich meine auch, dass Alfred
Forkes Ubersetzung-dem Text von Li Xingdao am ehesten gerecht wird,
aber warum verwendet der Verfasser dessen grauenhafte knittelversartige
Ubertragungen der ,,Gedichte," statt selber neu zu ubersetzen? Die ein-
schlkgige Sekunddrliteratur wird selektiv zur Kenntnis genommen. Aller-
dings geht diese Untersuchung ziemlich gradlinig seinen eigenen Weg.
Antony Tatlow
University of Dublin
Thomas Jung, Hrsg. Zweifel- Fragen Vorschlkge: Bertolt Brecht
anlfglich des Einhundertsten. Frankfurt am Main: Peter Lang, 1999.
187 Seiten.
his contribution to the Brecht centenary celebrations presents eleven
articles, originating from a conference held in Spring 1998 at the
Norwegian Academy of Sciences. Like most publications of this
kind, it is quite heterogeneous in its contents, and the value of the indi-
vidual contributions varies. On the positive side this means disciplines
and viewpoints outside of Germanistik are represented, so that the relent-
less push by that guild to take possession of Brecht and claim sole rights
is
held up a little. There is an unusual piece by Darko Suvin on "Haltung
(Bearing) and emotions: Brecht's refunctioning of conservative metaphors
for agency," a rather New Age attempt to re-assess Brecht's attitude
to
emotion in connection with the key notion of Haltung, an approach
whose flavor and direction is captured in the following: "...when charac-
terizing his supreme goal, the learning process, Brecht diametrically op-
posed an engagement of the whole body - without splitting the sensor-
ium from the brain, and uniting redefined emotion and reason precisely
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